Kategoriearchive: Felsen

Gratulation Oskar Lafontaine,
Sie, der im entscheidenden Moment
an der Schaltstelle der Macht das Weite suchten,
besitzten für mich als Mitglied
einer Landesregierung des Saarlandes,
erheblich größeren Unterhaltungswert,
als der Klamauk eines Horst Schlemmers.
Daß die vierte Gewalt Ihre Rückkehr
in den Bundesrat nicht ähnlich hyped,
wie das Comeback eines Michael Schuhmachers
oder eine ‘Dienstwagenaffaire’, läßt weit blicken.
Das Comeback eines Mannes,
der von 1985 bis 1998 Ministerpräsident des Saarlandes war,
einen Sitz im Bundesrat inne hatte
und in Opposition jeden Ansatz zu Reformen
einer Regierung Kohl wegblockierte.
Der dann selbst in der Bundesregierung,
als Sozialdemokrat zusehen mußte, wie eine Opposition
und seine eigene damalige Partei die SPD,
rotgrüne Reformen bis zur Unkenntlichkeit
verstümmelten.
Der in seiner Funktion
als Bundesminister der Finanzen
mit seinem französischen Amtskollegen
Strauss-Kahn, auf europäischer Ebene
für feststehende Wechselkurskorridore eintrat,
Sie haben mit neunzehnprozentigem Zuwachs
ein 21-Prozent-Ergebnis für die Linke im Westen erzielt.
Dieses ist einmalig in der Parteiengeschichte.
Trotz des ’suboptimalen’
bis lächerlichen Auftretens der SPD-Granden
und nichtsagender Floskeln profilloser ‘Bürgerlicher’,
wird deutlich, wenn Menschen zur Wahl gehen,
ist die vielfältige linke Mehrheit
in diesem Land möglich!
Das ‘Weiterso’ einer großen
oder schwarzgelben Koalition
in der Energie- Umwelt- Aussen- und Wirtschaftspolitik
auf Bundesebene kann verhindert werden!
Djdeutschland

Kommt zahlreich und heiter!
Wir bieten anspruchsvolle Unterhaltung
mit den besten Anwohnern aller Zeiten!
Grills sowie Grillgut,
Tische und Stühle solltet ihr mitbringen.
Intelligent verbindet – Djoining resident

In 35 Tagen werden viele Deutschen über ihren Bundestag abgestimmt haben,
über die Politiker, von denen sie danach regiert werden. Doch das Wesen der Volkssouveränität krankt, die Wahlbeteiligung sinkt Jahr um Jahr, die Bürger sind müde, enttäuscht und ohnmächtig; unser Staat läuft nicht erst seit Neustem Gefahr, von korrupten Lobbyisten regiert zu werden – weil man sie lässt.
Erinnern wir uns jetzt daran, dass alle Staatsgewalt vom Volk ausgeht, dass unserer erste Pflicht darin besteht, die Volksvertreter aktiv zu kritisieren. Und erinnern wir die Politiker daran, dass ihre erste Pflicht gegenüber dem Staat darin besteht, seinen Bürgern zuzuhören!
Djdeutschland wird sich aus diesem Grund direkt an die Vertreter des Volkes richten und unter anderem offene Briefe an Lafontain, Merkel, Trittin und den Präsidentschaftskandidaten der NPD schreiben. Thematisiert werden sollen hier nicht nur Kriegseinsätze, Lobbypolitik und eine sogenannte Dienstwagenaffaire sondern auch das Mitmischen der vierten Gewalt auf unterstem Niveau und die Ohnmacht derjenigen, die für das Versagen der Politiker verantwortlich sind – die Untätigen, die Nichtwähler, die Opportunisten, Mitläufer und Duckmäuse.
Alle, die mit uns sind, sollen sich beteiligen und ihre Meinung, ihre Kritik, ihre Wünsche hinterlassen. Die Briefe werden nicht nur hier zu lesen sein, sondern auch via Abgeordnetenwatch an die jeweiligen Vertreter geschickt!
Salve!
DJean-Jacquelin Rousseau

Im Angesicht
zunehmendem Informationsuploads,
sich plötzlich auftuenden Löchern,
die Menschen, Häuser, Banken und Archive
mit sich in die Tiefe reissen,
sollte man in sich gehen
und in der Gegenwart
die Qualität des Augenblicks
genießen.
Es bewegt sich etwas
und das kommt nicht von ungefähr.
Diese Löcher, die sich da auftun,
sind von uns selbst gerissen
und sind dafür geeignet,
uns klar werden zu lassen,
daß wir unseren Müll
keinen einzigen Tag länger
vor uns verstecken können.
Was uns regiert
ist keinen Deut korrupter,
als wIr selbst.
Wir die Privilegierten, die noch wählen können.
(oder nichtwählen).
Oder sind wir gänzlich blind?
“Unsichtbar wird der Wahnsinn,
wenn er genügend große Ausmaße
angenommen hat.“
copyleft
Djdeutschland



An den Wochenenden
kommen sie zu Hundertausenden
und beenden ihr ereignisloses Dasein für ein, zwei Tage.
Je Sorte einmal pro Jahr.
Glatzköpfige Schlagerfuzzis
mit ihren bunten Langhaarperücken oder Hafengeburtstagsgäste.
Möchtegern-Rocker, die mit ihren nicht einmal selbst hergebrachten,
stinkenden Harleys durch unsere Straßen krachen.
Tabletenfressende Raver und Schwulenparadisten,
Fußballfans, Krawallmacher von links- bis rechtsdrehend.
Die meisten verstehen unter Freiheit Komasaufen
und das Zerschmeißen von möglichst vielen Flaschen.
Und wenn viele von einer Sorte da sind,
dann fühlen sie sich richtig frei und stark.
Wir flicken an den Tagen danach
unsere Fahrräder und Blumenbete.
Sie fallen wie Heuschrecken
bei Penny und lokalen Kiosken ein
und decken sich billig mit dem Stoff ein,
den sie dann hemmungslos
bis zur Besinnungslosigkeit in sich reinschütten.
Daß hier Menschen und auch Kinder leben,
interessiert sie nicht.
Diese laut grölende und sich prügelnde Fun-Generation
läuft durch unsere Quartiere und
holt ihre Schwänze überall raus,
auch im Angesicht von Spielplätzen
und Schulen, müllen und scheißen sie uns zu.
Ihre sich selbst verhurenden, versoffenen
Schwestern tun es ihnen gleich.
Hemmungslos, als wäre St. Pauli ihre riesige
Open-Air-Gummipisszelle.
Die erhöhten Gebühren der Stadtreinigung zahl aber ich!
Wenn es nicht glücklicherweise regnet,
stinkt ganz St. Pauli nach Pisse;
gerade in Zeiten von Pandemien
vernachlässigt der Senat,
der an diesen Touristenattraktionen prächtig verdient,
seine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Kindern und Bürgern in Gänze.
Öffentliche Toiletten gibt es so gut wie keine.
Die Ordnungskräfte, die ja nach neuem Polizeigesetz
auch für Ordnung, also für Pisser zuständig wären,
sind überfordert.
Sie sind die zusätzliche Prügel-Attraktion
und gebärden sich gleich Rausschmeißern.
Wenn ich hautnah beobachte, wie Polizisten
von völlig durchgeknallten, mit Drogen vollgepumten,
enthemmten Jugendlichen auf das Brutalste
angegangen werden, frage ich mich,
warum noch keiner der mäßig bezahlten Beamten
wirlich durchgeknallt ist.
Selbst ich habe mich schon bei Amokfantasieen ertappt,
als Exempel mal zwanzig oder dreissig dieser Drecksäcke
weg zuspritzen.
Der schrankenlose,
billige Zugang drogenunerfahrener Jugendlicher zum Alkohol,
ist katastrophal, schädlich und muß unterbunden werden.
Der Ausschank von Alkohol und damit verbundene Sicherheit
muß in den Händen von Gastronomen liegen.
Corny Littmann hat recht,
wenn er nur auf die sieben gut laufenden
Theater in St. Pauli und derer Gäste verweist,
die sich weitestgehend gut benehmen können
und zahlungskräftig sind.
Der durchgeknallte Mob ist die Minderheit,
man sollte mit ihm fertig werden können.
-Gewachsene lokale Strukturen müssen gestärkt
und deren Ruheräume ausgebaut werden.
Statt immer weiteren auswärtigen Investoren
und ihrem Gefolge Bahn zu brechen.
-Der im Parkfikction entstandene, leerstehende Osmanibau gehört uns!
Dort müssen unsere Arbeitsplätze, ein Parkachiv,
unser Geschäfte, unsere Büros und Läden entstehen.
-Das vor den Hafenstraßenhäusern liegende Vorland gehört uns!
Ein nicht kommerziell genutzter, freier Zugang zum Fluss,
für uns und unsere Kinder muß bleiben,
der Park muß ausgebaut werden!
-Das Bernard-Nocht-Quartier gehört uns!
Es muß nach den Vorstellungen seiner Bewohner gestaltet,
die soziale Struktur und bezahlbarer Wohnraum erhalten werden.
Die Innenhöfe können zusammengelegt und für
ihre Bewohner und ihre Kinder attraktiv als Ruheraum
gestaltet werden.
-Das Geld dafür ist da!
Es wird hier von der Stadt auf unsere Knochen verdient
und muß statt den toxisch tanzenden Türmen
und krimminellen Vereinigungen,
den Bewohnern von St. Pauli und ihrer Kultur zu Gute kommen.
-In St. Pauli wurden mit Anwohnerplanungen seit Jahren
sehr gute Erfahrungen gemacht.
Sie rechnet sich, ist international beachtet, sie zahlt sich aus.
-Vattenfall bleib uns vom Hals!
Die Revolution geht von St. Pauli aus!
Djdeutschland





