
Heute will ich die Gelegenheit nutzen zu berichten,
was mir am helllichten Tage, auf offener Straße,
mitten in Deutschland widerfahren ist.
Es war Samstag,
ich war gerade beim Verlassen einer dieser Kaffeetempel,
Schulterblatt Ecke Susannenstraße, als ich mich unversehens
am Rande einer Demonstration wiederfand.
Die Demonstration bestand fast ausschließlich aus Frauen,
die von Polizei geschützt, „Nieder mit dem Patriarchat,
Freiheit für die Frauen“ skandierten.
Da ich mich grundsätzlich für das Anliegen eines Demonstrierenden interessiere,
versuchte ich auf den überwiegend roten Transparenten zu
lesen, welche Forderung/Mißstände dort zum Ausdruck gebracht wurden.
Was mir nicht gelang,
da sich mir der Sinn des darauf Geschriebenen
in einer mir unbekannten Sprache, verschloss.
Spontan entfuhr mir ein: „Was ist denn hier los?“
Was unmittelbar die Aufmerksamkeit einer Demonstrantin auf mich lenkte.
Sofort wurde ich von etwa sechs, sieben,
männlichen, von mir mutmaßlich als Kurden
identifizierten Personen, umringt und massiv bedroht.
Ich war irritiert, wußte ich doch nicht,
was den Unmut dieser Herren ausgelöst hatte
und ich weiß es noch heute nicht!
Ich fragte, warum man mich bedrohe
und ich gab zu verstehen,
daß ein solches Gebaren nicht akzeptabel sei.
Man entgegnete mir,
daß man nur auf das Verschwinden der Polizei warte
und sich dann um mich kümmern würde.
Mir war klar, was damit gemeint war.
Mehrere der Personen befahlen mir,
mich nicht von der Stelle zu rühren,
einhergehend mit weiteren massiven Drohungen.
Nun bin ich kein Lämmerschwänzchen
und gab zu verstehen,
daß ich so mit mir nicht umgehen lasse!
In Deutschland hat es in den letzten sechzig Jahren
zwei totalitäre Staaten gegeben,
einen von Rechts und einen von Links
und so sehe ich es als meine Bürgerpflicht an,
mich jeglicher Gewalt gegen Minderheiten
oder Andersdenkender entgegen zu stellen.
Gewalt gegen Andersdenkende ist in diesem Deutschland nicht hinnehmbar!
Einer meiner, sich ganz in der Nähe befinden ‘Buddyguards’,
der die Szene Aufmerksam beobachtete, erkannte, daß ich
mit der Situation fertig wurde und griff nicht ein.
Ich mußte mich allerdings unter Zuhilfenahme meines ganzen Körpers
aus der Situation befreien und setzte meinen Weg fort.
Eine sich zufällig am Ort befindliche befreundete Gruppe
hatte wie sich hinterher herausstellte, das Ganze per Video dokumentiert.
Was war das?
Für mich sind Menschen,
die sich in dieser Weise gegenüber einem anderen Menschen verhalten,
egal welcher Hautfarbe,
Rasse, Religion, Geschlecht oder Gesinnung, ganz klar Faschisten!
Als ein Freund des Malers Sahin Ince,
ist mir das Anliegen des kurdischen Volkes
und auch das der Frauen durchaus bekannt,
und es findet meine Unterstützung.
Ich weiß auch,
daß in diesem Land nicht alles zum Besten steht
und daß mancher Völkermord der jetzt stattfindet, wie zum Beispiel der im Kongo,
mit Rückendeckung auch deutscher Rohstoffinteressen stattfinden kann.
Ohne, daß eine Bundesregierung, ein Zentralrat, eine Uno, eine Europäische Union,
irgendetwas dagegen tut.
Nur ist das Verhalten solcher Leute, Wasser auf die Mühlen derer,
die die Grundgesetze dieses Landes verschärfen
und/oder in unnötiger Weise ändern wollen
und es wirft in der Regel ein schlechtes Licht
auf unsere ausländischen Kollegen und Freunde.
Dieses ist nicht hinnehmbar
und wird, kommt so etwas wieder vor,
unseren rechtstaatlichen Widerstand zur Folge haben.
DjDeutschland grüßt die EU-Verfassung