Irritation und Verwirrung

Archive for Juni, 2011

Die Montagskolumne #144 Everyday Will Be Like A Holiday


Fragebogen

Meine Freundin ‘Uschi’,

führt an der Leibniz Universität Hannover im Rahmen ihrer Abschlussarbeit eine wissenschaftliche Studie durch: Inwiefern beeinflusst das Geschichtsbewusstsein den sozialen und urbanen Wandel auf St.Pauli (Hamburg)

Ich würde mich außerordentlich freuen, wenn Sie diesen Fragebogen ausfüllen. 

Vielen Dank im Voraus!

>>>FRAGEBOGEN ZUM WEITERLEITEN


Deutsch


Eklatanter Versuch künstlerische Arbeit inhaltlich zu zensieren

Kunstinitiative/ / GROSSE FREIHEIT/ /http://www.videocamping.de/

Offener Brief an den Geschäftsführer der STEG Hamburg mbH, Hans Joachim Rösner, Schulterblatt 26-36, 20357 Hamburg

Hamburg,  den 21. Juni 2011

Sehr geehrter Herr Rösner,

mit Erschrecken haben wir von Ihrem Versuch erfahren, dem Trägerverein Marktstrasse 138 [1]Veranstaltungen im Rahmen des internationalen Recht auf Stadt Kongresses[2] zu untersagen.

Konkret haben Sie dem Verein am 1. Juni 2011 geschrieben:

„Wie wir mit Ihnen vereinbart haben, können die Flächen in der Marktstraße 138 temporär für künstlerische Zwecke durch den Verein genutzt werden. Politische Veranstaltungen in diesem Rahmen würden unseren bisherigen Absprachen nicht entsprechen und wären ein Missbrauch der zur Verfügung gestellten Flächen.“

Diese Sätze stellen einen eklatanten Versuch dar, künstlerische Arbeit  („künstlerische Zwecke“) inhaltlich zu zensieren, und damit eine Verletzung der Freiheit der Kunst im Sinne von § 5 Grundgesetz.

Der Trägerverein Markstrasse 138 hat Sie in seiner Antwort deutlich auf seinen künstlerischen Ansatz hingewiesen:

„Die Grundlage der Idee einer Sozialen Plastik ist jeder Mensch, der durch Denken und Sprache soziale Strukturen entwickelt. Diese Entwicklung der Gesellschaft ist ein kontinuierlicher kreativer Prozess. Die Aufgabe der Kunst ist es, dem Menschen diesen Prozess bewusst zu machen.“

Neben der künstlerischen Erklärung hat Ihnen der Verein auch eine Liste der Veranstaltungen geschickt. Ein Blick auf die Kongresswebseite genügt, um zu sehen, wer in der Marktstrasse Auftritt: der Kunstprofessor Brett Bloom (The Jutland Royal Academy of Art, Aarhus, DK), Dr. Anke Haarmann (Dozentin an der Leuphana Universität Lüneburg), die österreichische Architekturzeitschrift „dérive“ (Wien), die Kunstzeitschriften „The Journal of Aesthetics & Protest“ (Los Angeles), „mute“ (London), der Verlag „temporary services“ (Chicago/Copenhagen) und das in Hamburg basierte „Journal of North-East Issues“.

Ihre unfassbare Antwort auf das Schreiben des Vereins:

„Ihre Antwort soll wohl geistreich und witzig sein. Ist sie aber nicht. Wir werten diese „Antwort“ als Bestätigung der missbräuchlichen Verwendung der Räume im EG der Marktstraße 138.“

Einer solch hanebüchenen Ignoranz müssen wir in aller Entschiedenheit entgegentreten.

Denn neben den oben gelisteten institutionell abgesicherten und international ausgestellten Teilnehmerinnen an den Veranstaltungen, die ohne Zweifel einen „künstlerischen Zweck“ auch nach einem beschränkten Kunstbegriff begründen, geht es beim heutigen, erweiterten Kunstbegriff, auf den der Begriff der „sozialen Plastik“ referiert, um etwas Weitergehendes. Denn seit den Neunzigerjahren befassen sich Kunstprojekte damit, kommunikative Plattformen des Austauschs zu schaffen – ob für Oppositionelle, Flüchtlinge, Arbeitslose oder anderweitig Engagierte. Auf den Biennalen der Welt sind Arbeiten mit emanzipatorischen und explizit politischem Inhalt – und Praxis – zu sehen. Künstlerinnen und Künstler befassen sich kritisch mit Stadtentwicklung, sie kooperieren mit politischen und sozialen Bewegungen und greifen aktiv in urbane Prozesse ein. Dabei streift das Publikum seine passiv-konsumierende Rolle ab und erzeugt zusammen mit Künstlerinnen und Künstlern Orte aktiver Teilhabe, die häufig im Konflikt liegen mit dem politischen Mainstream.

Für diese erweiterte Kunstpraxis sind sämtliche  Veranstaltungen des Hamburger Recht auf Stadt Kongresses [3] interessant und relevant. Sie könnten so oder anders auf jeder Biennale der Welt oder einer der Dokumentas der letzten 15 Jahre stattfinden. Ganz ausdrücklich sind es solch kritisch-politische Projekte, für die sich das Hamburger Kunst im öffentlichen Raum Programm geöffnet hat, und so ist es kein Zufall, dass die Kulturbehörde den Kongress finanziell mitgefördert hat.

Das Bundesverfassungsgericht hat die Kunstfreiheit und ihr Verhältnis zu Politik und politischen Inhalten bereits Anfang der 80er Jahre in aller Deutlichkeit ausdefiniert: „Fällt damit die Veranstaltung (…) in den Schutzbereich von Art. 5 Abs. 3 Satz 1 GG, kann daran auch die vordergründige und eindeutige politische Absicht der Veranstalter nichts ändern. Verbindliche Regeln und Wertungen für die künstlerische Tätigkeit lassen sich auch dort nicht aufstellen, wo sich der Künstler mit aktuellem Geschehen auseinandersetzt; der Bereich der „engagierten Kunst“ ist von der Freiheitsgarantie nicht ausgenommen.“

Da die STEG sich inzwischen häufiger mit Immobilien für Kunst befasst, von der Stadt Hamburg etwa als Trägerin des Gängeviertels ins Spiel gebracht wird, oder als Entwicklerin von „Kreativimmobilien“ auftritt, weisen wir an dieser Stelle diese inhaltliche Einmischung in künstlerische Arbeit aufs schärfste zurück.

Wir, die Unterzeichnenden, fordern Sie dazu auf, sich im Namen der STEG bei dem Verein und den in ihren Grundrechten geschädigten Künstlerinnen und Künstlern, zu entschuldigen. Darüberhinaus erwarten wir von der STEG eine öffentliche Erklärung, in Zukunft das Grundgesetz zu respektieren und die inhaltliche wie formale Freiheit der Kunst ohne Abstriche zu gewährleisten.

Wir erwarten Ihre Entschuldigung und die Erklärung bis zum 27. Juni 2011.

Hochachtungsvoll

Lara Almarcegui, Artist, Rotterdam, The Netherlands Prof. Dr. Karen van den Berg, Kunstwissenschaftlerin, Zeppelin Universität FriedrichshafenProf. Dr. Ulrike Bergermann, Hochschule für Bildende Künste Braunschweig Carolin Berendts, Kulturwissenschaftlerin, BerlinEva Birkenstock, Kuratorin Kunsthaus Bregenz, Bregenz/Berlin Brett Bloom, Associate Professor, Det Jyske Kunstakademi (The Jutland Royal Academy of Art), Århus, Denmark Prof. Arno Brandlhuber, Lehrstuhl für Architektur und Stadtforschung an der AdBK Nürnberg, Architekt Berlin Theo Bruns, Verlag Assoziation A, Hamburg Tino Buchholz, Stadtsoziologe, Universität Groningen, NL Larisa Cataño, Freischaffende visuelle Künstlerin, BerlinHans D. Christ, Direktor, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart Axel Claes, Artist, PTTL – Brussels _ Belgium Alice Creischer, Künstlerin, Berlin Margit Czenki, Künstlerin, Filmemacherin, Hamburg Christine Ebeling, Künstlerin, Initiatorin „KULTURSCHUTZGEBIET“, Gängeviertel e.V., Hamburg Eva Egermann, Künstlerin, Wien Jeanne Faust, Künstlerin, Hamburg Dr Brigitte Franzen, Direktorin, Ludwig Forum für Internationale Kunst, Aachen Nikolaus Gerszewski, Komponist / Konzertveranstalter Angela Guerreiro, Choreographin, Tänzerin, Kuratorin, Hamburg Dr. phil. Anke Haarmann, Künstlerin, Kuratorin, Philosophin, Leuphana Universität Hamburg/Lüneburg Jakob Hartmann M.A., Kunsthistoriker, Hamburg Brian Holmes, Cultural Critic, Professor at European Graduate School, Chicago Dr. Gora Jain, Hamburg Jakob Jakobsen, Visual Artist, Copenhagen Christa Kamleithner, Gastprofessorin an der AdBK in Nürnberg, Masterstudiengang Architektur und Stadtforschung Professor Grant Kester, Chair, Visual Arts Department, Art History, University of California, San Diego, La Jolla, California Nicola Kirkham, Librarian, Private Collection, London Carsten Klook, Autor, Hamburg Ralf Köster, Golden Pudel Club Dirk von Lowtzow, Musiker, Tocotronic, Berlin Matteo Lucchetti, Independent Curator, Milan Manuel Lutz, PhD candidate, DFG fellow, Transatlatlantisches Graduiertenkolleg Berlin-New York, TU Berlin Viktor Marek, Musiker, Geschäftsleiter Golden Pudel Club, HH Alejandro Meitin, Artist, lawyer, environmental activist, co-founder and coordinator of the art collective Ala Plástica, La Plata, Buenos Aires, Argentina Roland Meyer, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität der Künste Berlin Hanna Mittelstädt, Lutz Schulenburg, Edition Nautilus, Hamburg Peter Mutschler, Direktor und Kurator PS2, Belfast Not in our Name, Marke Hamburg Olaf Nicolai, Künstler Adam Page, Gastprofessor, Bauhaus Universität Weimar, MFA Public Art Oliver Ressler, Künstler, Wien Christoph Schäfer, Künstler, Hamburg v.d. Schulenburg, Musiker, Hamburg Dr. Nina Schuster, Stadtsoziologin, TU Dortmund Andreas Siekmann, Künstler, Kurator, Berlin Nicolas Siepen, Künstler, Filmemacher, Theoretiker, Professor für bildende Kunst Universität Tromsø, Norwegen, Berlin Prof. Nika Spalinger, Künstlerin, Dozentin an der Hochschule Luzern, Design & Kunst Dr. Felix Stalder, Dozent für Digitale Kultur, Zürcher Hochschule der Künste Apolonija Sustersic, artist / architect, PhD student at Lund University, Sweden Marion Walter, Bildhauerin, Hamburg / Gängeviertel Jan Wenzel,  Autor, Künstler und Verleger (Spector Books), Leipzig Florian Zeyfang, Künstler, Berlin, Professer Umeå Academy of Fine Arts, Umeå / Schweden

If you want to support this letter with your signature, send an e-mail to info@parkfiction.org
topic: UNTERSCHRIFT, content: your name, profession or institution, city


Hart sein im Schmerz

„Hart sein im Schmerz, nicht wünschen, was unerreichbar oder wertlos, zufrieden mit dem Tag wie er kommt, in allem das Gute suchen und Freude an der Natur und an den Menschen haben, wie sie nun einmal sind. Für tausend bittere Stunden sich mit einer einzigen trösten, welche schön ist und an Herz und Können immer sein Bestes geben, wenn es auch keinen Dank erfährt. Wer das lernt und kann, der ist ein Glücklicher, Freier und Stolzer, immer schön wird sein Leben sein. Wer misstrauisch ist, begeht ein Unrecht gegen andere und schädigt sich selbst. Wir haben die Pflicht, jeden Menschen für gut zu halten, solange uns nicht das Gegenteil bewiesen wird. Die Welt ist so groß und wir Menschen sind so klein, da kann sich doch nicht alles um uns allein drehen. Wenn uns was schadet, wer kann wissen, ob das nicht notwendig ist zum Nutzen der ganzen Schöpfung. In jedem Ding der Welt, ob es tot oder atmet, lebt der große weise Wille des allmächtigen und allwissenden Schöpfers. Uns kleinen Menschen hilft nur der Verstand, um ihm zu nützen. Wie alles ist, so muss es sein in der Welt und wie es auch sein mag, immer ist es gut im Sinne des Schöpfers“ Kaiser Wilhelm II.


Die Montagskolumne #143 Unbezahlbar

Niemals nie

würden die Bäume der ganzen Welt reichen, um das Geld zu drucken, welches im Umlauf ist.
Außer den paar Piepen, mit denen wir uns so bewerfen und den Staatsanleihen in unseren Tresoren, ist Geld nur virtuell unendlich vorhanden. Insofern kann’s nicht schwierig sein, die Griechen zu retten. Man muss nur flux die Null-Tasten drücken und umso stärker die Verschuldung, desto mehr lohnt es sich für die Banken. Die Null wird praktisch immer wertvoller mit zunehmender Schulden-/Nullen-Aufnahme! Weder wir, noch die Griechen werden die Schulden/Nullen jemals je zurückzahlen können, die Banken werden endlos an uns verdienen. Die Banken werden praktisch unbezahlbar und wir die Sklaven im Laufrad ihrer unendlichen Nullenschöpfung. Das ist unendlich unsozial, denn sozial ist nur, was Arbeit schafft und Banken arbeiten nicht, nur ihr Geld! Die Frage ist: Brauchen wir die Nullen von den Banken? Oder verteilen wir die Aktien verstaatlichter Banken an die Bevölkerung und erlassen vergesellschaftet uns und den Griechen staatlich die Nullen?

Djdeutschland


„Gegen Panzer ist Zivilcourage machtlos.“

Zur Mahnung

und zum Gedenken an den Volksaufstand am 17. Juni 1953


Schnauze und Schwanz

Gott wurde erschossen

und im Dachgeschoss eröffnet ein Restaurant > Schnauze und Schwanz I   Mitteilung:  Heute am 12ten Juni 2011 hat eine neue Gastronomie eröffnet. Ein Restaurant über dem Golden Pudel Club. Dieser Raum wird NICHT vom Golden Pudel Club betrieben und ist auch kein Bruder im Geiste. Wir finden das Scheiße. Aus Gründen die mit unterschriebenen Profipapieren zu tun haben, blieb uns letztlich keine Handhabe diesen Vorgang in unserem Sinne besser zu beeinflussen.  Eine jahrzehntelange kühn geschaffene Realität und kollektive Vergangenheit aus Pudel, Park Fiction und ungezählten UnterstützerInnen ist somit beschädigt. Das ist Scheiße. Wir wollten an dieser Stelle ein Projekt, welches mit einer gemeinschaftlich entworfenen gegenkulturellen Ausrichtung Stellung bezieht, gegen die zunehmend gleichgeschaltete St. Pauli- „Kult- Kultur“. Stattdessen nimmt eine faktisch privatwirtschaftliche Gastro ihren Betrieb auf.   Wir wissen, dass der jetzige Betreiber das anders beschreiben würde und das ist

> logisch aus seiner Sicht und wir halten das aus. Besonders bedauerlich stellt sich für uns der Wegfall einer Möglichkeit für Konzerte, Lesungen, politische Veranstaltungen und einer großen Bühne für den Außenbereich dar. Wir befanden uns zwar im fortgeschrittenen Findungsgespräch mit dem jetzigen Restaurantbetreiber- verabredete Termine wurden dann aber kurzfristig und ersatzlos abgesagt. Der Pudel Club kann sich aktuell nicht mehr vorstellen mit geduldeter Kleinstkultur als schlichter Mahlzeiten- Aufwerter herzuhalten, ohne über die Gesamtausrichtung des Etablissements mitbestimmen zu dürfen. Die Open Airs werden in Zukunft im unteren Garten des Pudel Club fortgesetzt. Die erste Veranstaltung wahrscheinlich im August mit Excursions IN DUB und dann ab 2012 drei bis viermal pro Sommer an diesem Ort. Die PUDEL ART BASEL (trademark) denkt über eine Neuausrichtung nach und wird sich richtig entscheiden! Das „Park Fiction“- Archive soll
> unbedingt weiter betrieben werden auf dem Pudelgelände! Der Pudel Club, das rauchig durstige Tier im Keller zieht sich heute einen Splitter aus dem struppigen Fell und stürmt umso entschlossener NOCH WEITER ALS BISHER UND EWIG !!   Heute Ab 18.00 Uhr unten rund um den alten Pudel Grillen. Ab 22:00 Uhr MFOC mit Lando Kal  Euer goldenpudelteam (!verantwortlich!)   Von der Schnauze bis Schwanz: Hauptsache ganz www.pudel.com


Die Pfingstmontagskolumne Die totale Gurkenmaske

Der Hass auf Gurken

wird immer größer und die Gurkenmaskenpreise fallen. Selten so gut ausgesehen. Gurkenmaske isses! Selbst die Jungs von Welt ärgern sich gün in der Welt am Sonntag, Schwarz-gelbe Enttäuschung: „Es wird auch die fiebrige Lust im Spiel gewesen sein, einmal etwas ganz Verrücktes zu machen, einmal das ganz große Rad zu drehen, einmal es darauf anzulegen, ein neues Kapitel der Geschichte aufzuschlagen. Man wird den Verdacht nicht los, dass die Akteure sich trunken dachten und redeten.“

Grüne Politik setzt sich durch auf allen Ebenen, das Konzept von den „konzeptlosen“ Grünen wird ge-covert, viel breiter, viel besser und härter als es sich die  Monopoliste haben träumen lassen. Da lohnt es auch nicht bei Plasberg den Clement zum Unterbrechen kommen zu lassen und vorm Blackout zu warnen, der macht seinen Job auch bei seinem neuen Arbeitgeber RWE nicht gut; er hat in Puncto Energiewende schlecht beraten. Au das wird teuer! Am besten war da doch das Interview mit dem grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann,  er zollt der Kanzlerin großen Respekt:

„Wir müssen nun zeigen, dass wir als Alternative zur Atomindustrie neue Leitindustrien aufbauen können. Es geht darum, ein Wirtschaftssystem zu schaffen, das nicht nur kurzfristig Gewinne macht, sondern das auf Dauer gut aufgestellt und mit unseren Lebensgrundlagen vereinbar ist.“  (…) Weil nun endlich der Druck entsteht, der notwendig ist, damit sich grüne Produktlinien in der ganzen Breite durchsetzen. Verkehrssysteme, Anlagenbau, Dämmstoffe, energieeffiziente Technologien, Solartechnik, Antriebssysteme – nichts wird auf Dauer so bleiben, wie es ist“  - wie schön!

Djdeutschland


Mal ehrlich Moreno Ocampo

Glauben Sie das?

Der libysche Diktator Gaddafi soll seinen Soldaten befohlen haben, die Frauen in den gegen ihn rebellierenden Städten systematisch zu vergewaltigen und zu diesem Zweck containerweise Potenzmittel des Viagra-Typs an seine Truppen verteilt haben. Erinnert uns das nicht an die Geschichte der amerikanischen PR-Agentur  Hill & Knowlton  , die der geschockten Öffentlichkeit weiszumachen versuchte,  irakische  Soldaten hätten bei der Invasion Kuwaits im Jahr 1990 kuwaitische Säuglinge in einem Krankenhaus in Kuwait Stadt aus ihren Brutkästen entnommen und sie dann auf dem kalten Boden sterben lassen? Gab es da nicht dieses fünfzehnjähriges Mädchen „Nayirah“ , das unter Tränen, aufgewühlt und geschockt,  dem Menschenrechtsausschuss des amerikanischen Repräsentantenhauses, diese Gräueltaten schilderte. Die Behauptung stellte sich später als haltlos heraus, war aber Grund genug, einen grausamen Krieg anzuzetteln, der auf der Basis von Lügen, hunderttausenden das Leben kostete.

Neigt der bewaffnete, im Kriegsdienst stehende Mann nicht schon immer zur Vergewaltigung von gegnerischen hilflosen Frauen, auch ohne Viagra? Ist Krieg und dessen Ausrüstung nicht immer ein Verbrechen? Schon lange ruhen unsere Hoffnungen auf dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH);  Ihr Mut, am 14. Juli 2008 beim IStGH einen Haftbefehl gegen Umar Hasan Ahmad al-Baschir, den Präsidenten des Sudan, wegen Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zu beantragen und damit erstmals in der Geschichte des Gerichtshofs einen Prozess gegen ein amtierendes Staatsoberhaupt anzustreben, ließ Hoffnungen aufkeimen. Wann werden die anderen verhaftet: George Bush, Dick Cheney, Donald Ruhmsfeld, Toni Blair…, wann wird der Highway des Todes gesühnt, wann Gegossenes Blei? Wann wird das gesetzlose gezielte Töten von Menschen geahndet, wann wird Kriegführung überhaupt, das Bombenwerfen auf Menschen, ihre Verbrennung, während der Anwesenheit von Kindern, egal wie begründet, endlich verboten?

Djdeutschland


Die Montagskolumne #141 Nationale Einheit

Deutschland ist ein gutes Land

Es besteht zwar aus besserwissenden Erbsenzählern und Massen von uninformierten Dummschwätzern, die schon die Fassung verlieren, wenn mal die Klimaanlage ihres Hightec-ICE-Zugs ausfällt, aber die Kanzlerin hat einen mutigen Schritt gefasst, indem sie im Alleingang den Atomausstieg wagt und den Weg zu erneuerbaren Energien einschlägt. Es ist zwar nicht ihre Idee, aber in der Tat eine Revolution. „So sehr ich mich im Herbst für die Verlängerung von Kernkraftwerken eingesetzt habe, so unmissverständlich stelle ich heute fest Fukushima hat meine Haltung zur Kernenergie verändert.“ Die Erneuerbaren made in germany, werden als ein neuer Industriezweig die Größe und Wichtigkeit der Autoindustrie übertreffen und die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland auf Jahrzehnte hin sichern. Wir brauchen jetzt die Einheit, notfalls auch die nationale. (Und mir ist dabei klar, daß man das fast überall auf der Welt rufen darf, außer in Deutschland) Wir können alles, außer Deutsch.

Energie ist Macht und die liegt in der Hand von fünf Monopolisten. Die haben kein Interesse an einem freien Wettbewerb, kein Interesse daran Energie einzusparen, oder Energie billiger zu besorgen und daher auch kein Interesse an neuer, besserer Technologie. Es gibt nach Berechnungen des Umweltbundesamtes bei Industrie, Gewerbe und privaten Haushalten ein Stromsparpotenzial von mehr als 100 Terawattstunden. Die Kapazität der 17 deutschen AKW’s beträgt 150 Terawattstunden davon sind derzeit 13 vom Netz. Die möglichen Stromsparmaßnahmen umgesetzt, können wir auf alle Atom- und viele Kohlemeiler verzichten, es könnten Kosten von zehn Milliarden Euro im Jahr eingespart werden! Dieses Geld könnte man in Förderprogramme für effizientere Heizungspumpen oder Abwrackprämien für Strom fressende Haushaltsgeräte, wie Kühlschränke stecken, dann ginge es schneller.

Das größte Sparpotenzial gibt es aber in der Industrie. Die Hälfte des Stroms wird dort für Elektromotoren benötigt. Da gibt es weder in Deutschland noch in der Europäischen Union Effizienzanforderungen, wie beispielsweise in den USA. Gerade der Mittelstand könnte dafür sorgen, dass die Lichter nicht ausgehen, man braucht planbare Rahmenbedingungen. Die Produkte sind speziell in der Haustechnik längst entwickelt und werden immer besser und billiger. Selbst verbrauchter Sonnenstrom senkt den Ausbaubedarf der deutschen Stromnetze! Die Möglichkeit Strom via Elektrolyse und Verbindung von Wasserstoff mit Kohlendioxid in „Wind- und Solarmethan“ zu wandeln, zu speichern, oder so „erneuerbares Methan“ in bestehenden Gasleitungen verlustfrei zu transportieren, sind auch schon lange da, wobei eine Gastrasse etwa 10 Stromtrassen ersetzen kann. Es existieren derzeit schon Gas-Speicherkapazitäten für über 200 Mrd. Kilowattstunden, für Strom hingegen nur für 1-2 Mrd. kWh Pumpspeicher ohne hohes Ausbaupotential. Auch das kann den angeblich so teuren Netzausbau noch deutlich verbilligen.

In vielen Fällen dienen Leitungen dem Transport von Strom aus neuen geplanten Kohlekraftwerken im Binnenland und an der Küste, und dem Stromhandel. Wenn bei hohem Wind- und Sonnenstromaufkommen die Braunkohlekraftwerke in der Lausitz und in NRW heruntergefahren werden und die Atomkraftwerke endlich dauerhaft abgeschaltet sind, ist genug Platz im Stromnetz vorhanden. Das Beste aber, Strom und Wärme aus Wind und Sonne ist nach einer gewissen Zeit der Investition praktisch umsonst! Die Revolution besteht nicht allein darin, den Weg von der fossilen zur erneuerbarer Energieerzeugung zu gehen, sondern vor allem auch von der zentralen zur dezentralen Energieerzeugung! Das heißt, wir alle können daran teilhaben und daran mitverdienen! Dieser Weg wird opensource weltweit Nacharmer finden und weltweit Arbeitsplätze schaffen. Hört auf zu meckern, hört auf zu unken, baut auf, entwickelt – kauft und verkauft Aktien –  macht Strom!

Djdeutschland


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