Irritation und Verwirrung

Archive for Februar, 2011

Die Montagskolumne # 129 Recht und Unrecht

Djunior

*Für mich hätte es zur Ehrung der Gefallenen gehört,

sie ein Stück weit aus der Anonymität heraus zu heben. Außer Namen, Alter, Herkunftsort und Dienstgrad habe ich über sie nur erfahren, dass einer von ihnen eine Frau und eine kleine Tochter hatte. Dann ließe sich vielleicht auch ein Bild davon gewinnen, was IHRE Ideen, Ziele, Werte, Motive im einzelnen waren. Ein Untertitel wie „Gefallene Soldaten werden geehrt.“ hätte deutlich gemacht, dass es um sie gehen soll, dass ihnen unsere Aufmerksamkeit gilt.

Statt dessen steht – wieder einmal – ein anderer im Mittelpunkt: ‘Verteidigungsminister Guttenberg hält eine bewegende Trauerrede.’ Seine Worte – Banalitäten eigentlich – bekommen den Raum, die Aufmerksamkeit. Dass er in Wirklichkeit nicht viel von diesen Menschen weiß, offenbart er selbst: „Ihre Gedanken waren greifbar.“ – d. h. doch: ‘Zugehört habe ich ihnen nicht, aber ich nehme mir mal die Freiheit, ihnen meine Gedanken in den Kopf zu legen.’ Ein umgekehrtes Plagiat, sozusagen.

Ist das der Neid, der hier aus mir spricht? Etwas dem Neid Verwandtes ist es: Mißgunst. Seinen Reichtum, sein Aussehen, seine Popularität mißgönne ich ihm nicht. Ich mißgönne ihm von Herzen das, was er anderen wegnimmt.

Wenn hier also erneut der Eindruck erweckt wird, die Gefallenen würden in irgendeinem Sinne ‘näher’ zu Herrn von Guttenberg ‘gehören’, als etwa zu seinen Kritikern, dann möchte ich ihn jetzt – nicht demütigen, nicht kränken, sondern: in seine Schranken weisen.

Ich bin ein ‘Angehöriger’. Meine Schwester – eine promovierte Juristin, wie der Verteidigungsminister – ist 1999 im Kosovo zu Tode gekommen, wo sie Zeugenaussagen für das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag sammelte. Sie war Zivilistin, nicht Soldatin; sie ist beim Absturz einer UN-Maschine gestorben, nicht durch Schüsse. (In der chaotischen Situation damals waren die Protokolle von Flugzeugführer und Tower-Besatzung nicht ausreichend aufeinander abgestimmt.) Aber die ‘moralischen Koordinaten’ sind für mich dieselben: Im Einsatz für die Geltung der Menschenrechte hat sie sich wissentlich in Gefahr begeben, zwischen Minen, Panzern und gelegentlichen Anschlägen denen zugehört, die geliebte Menschen durch ungesetzliche Gewalt verloren haben, und hat schließlich den höchsten Preis gezahlt.

Sie wäre NICHT stolz gewesen auf diesen Verteidigungsminister. Sie hätte Verständnis für ihn aufgebracht, weil das so ihre Art war; sie hätte zugegeben, dass manche Situationen schwierig und verfahren sind, und idR alle ein bißchen Recht haben – aber sie hätte auch verlangt, was alle Bürger im Angesicht der Plagiats-Affäre verlangen dürfen: Dass die Grenzpfeiler zwischen Recht und Unrecht, zwischen Ehrlichkeit und Unehrlichkeit nicht verschoben, sondern gestützt werden – selbst wenn das politisch teuer ist.

*Diskussionsbeitrag von Christian Ziegler auf der Facebook Wall von Ruprecht Polenz.
„Wir verneigen uns in Dankbarkeit und Anerkennung“


Highway to hell

In dieser Nacht jährt sich der ‘Highway des Todes’ zum zwanzigten Mal. Eines der perfidesten Kriegsverbrechen der neueren Geschichte.

In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar 1991 wurde die Straße zwischen Kuwait und Basra, Highway of Death, auf der sich erkennbar kapitulierende, sich zurückziehende, irakische Truppen, irakische und palästinensische Zivilisten im Stau befanden, zwei Tage lang bombardiert. Mit allem was die amerikanische Kriegsmaschinerie zur Verfügung hatte. Bis niemand mehr am Leben war. Tausende kamen um’s Leben. Feiges Fische schiessen im Fass. Ein Kriegsverbrechen, bei dem keine Journalisten anwesend waren und das bis heute nicht gesühnt ist.



Wie ich die FDP unter die Fünfprozenthürde fallen ließ

 

Es war am 27. September 2009

die Wahl zum 17. Deutschen Bundestag  fand statt, als ich mich aus einer Laune heraus dazu entschied, das Twitter Account Infratest Dimap zu claimen. Es hatte gerade diesen kleinen Vorfall gegeben, dass irgendwer vorab Wahlergebnisse aus irgendeinem Parlament heraus getwittert hatte. Ich beschloss dieses auch zu tun.

Gegen 16:00 veröffentlichte ich erste Hochrechnungen. Meine Wahlergebnisse beschrieben „erdrutschartige Gewinne“ der Linken, vernichtende Verluste des bürgerlichen Lagers und eine herannahende Sensation. Die nationale und internationale Presse begann, mir in Windeseile zu folgen. Ich zwitscherte was das Zeug hielt: Daß in der FDP-Zentrale eine Hausdurchsuchung stattgefunden hätte, später, daß man dort einen Container mit Ostmark gefunden, und dass Merkel und Steinmeier ihren Rückzug aus Politik hin zu hiesigen Stromkonzernen bekannt gegeben hätten.

Erste Verhaftungen. Erste Retweets. Einige Twitterer diskutierten bereits, ob es sich bei meinem Account um ein Fake handeln könnte. Die darauffolgenden Wochen und Monate, twitterte ich, dass: 97% der Deutschen für die Legalisierung von Haschisch einträten, 77% für die Einführung einer Finanztransaktions-Steuer, zur Finanzierung des Grundeinkommens und dass 65% Internetwerbung als störend empfänden. Keines meiner Twitteraccount wurden so begeistert retweeted! „Ja endlich, das ist der Beweis!“ usw.

Es war mittlerweile 2010 und ich hatte meine Scheu gänzlich abgelegt, hemmungslos weiter getwittert und erfreute mich zunehmender Beliebtheit. Ich hatte das Account mit der Infratest-Dimap-Internetseite verknüpft und vermischte, um nicht so aufzufallen, die orginalen Umfrageergebnisse mit meinen eigenen Kreationen.

Es muss etwa im Sommer 2010 gewesen sein, Mittlerweile verfügte ich über tausende von Folgern, veröffentlichte ich die Ergebnisse einer Umfrage , die das Fallen der FDP unter die Fünfprozenthürde vermeldete. Meine Folger zeigten sich begeistert und rezwitscherten diese ‘Tatsache’ genüsslich verbunden mit spöttischen Kommentaren. Als ich dann diese Meldung, ohne dass es tatsächlich eine derartige Umfrage je gegeben hatte, in den Radiosendern wiederzuhören bekam, wusste ich, daß ich es drauf hatte.

Ich prahlte mit meinem Erfolg gegenüber einem Freund am Telefon, der mir dieses nicht glauben wollte. Zwei Tage später wurde das Konto gesperrt. Infratest hatte sein eigenes Konto installiert - mit lächerlichen 120 Folgern, was sich bis auf den heutigen Tag kaum geändert hat. Ich rief  bei Infratest an und gab mich als der Plagiator zu erkennen. Eine Quotenfrau, die sich für Marketing und eben auch das Twitteraccount verantwortlich zeigte, wollte mein Angebot – für Infratest zu arbeiten – nicht prüfen. Sie behauptete sogar, ich ließe sie nicht zu Wort kommen! Es hatte bei Infratest laut ihrem Bekunden diverse Anfragen gegeben, ob es sich bei den Umfrageergebnissen wohl um richtige Zahlen handeln würde. Die FDP war bereits in den Brunnen gefallen. Sorry. Das zum Thema Blitzumfragen, Trend- Wahl- und, Politikforschung in Deutschland. Dem Volk aufs Maul geschaut, so einfach ist das.

Dr. Djdeutschland


Doktor Djdeutschland

Wir werden den Doktortitel solange führen, solange Freiherr zu Guttenberg noch als Minister dieses Land vertritt.

Dr. Djdeutschland


Support your local Einzelhändler

St. Pauli Bäckerei

Wer keine Lust mehr darauf hat, seine Brötchen und seinen Kuchen, bei Ketten, nur hier, oder nur da zu kaufen. Wer gerne frisch und individuell belegte Brötchen und lecker Kuchen mag. Der sollte zum St. Pauli Bäcker gehen. Unsere Freundin Nalan hat ihren eigenen Laden in der Talstraße aufgemacht!


THE BIG BLUE



Die Montagskolumne #128 Hört auf zu lügen

Die Zu Guttenberg-Fans

wollen es nicht wahrhaben; wie Drogensüchtige klammern sie sich an eine lila Sonne. Dabei kommt es noch schlimmer: Um uns herum bricht alles zusammen. Gaddafi kann nicht mehr helfen, uns Afrika vom Hals zu halten. Der muss jetzt seine eigenen Leute abknallen lassen. Auch fröhliche Fußballspiele in Bahrein sind nur noch schwer vorstellbar. Das Lügengebäude des Kapitalismus, das System der scheindemokratischen Ausbeutung – unsere Religion – liegt in den letzten Zügen. Man darf gespannt sein, wie Frontex, die Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der Europäischen Union, diesen Job human bewältigen will. Was soll werden, wenn wir unsere Freiheit, unseren Reichtum, Demokratie teilen müssen und Rohstoffe nicht mehr nur rausholen, sondern auch dafür bezahlen müssen? Was, wenn China auch noch fällt und Millionen sich in Bewegung setzen? Was,  wenn die religiösen Eiferer von Tel Aviv bis Teheran, sich in Luft auflösen und kein Grund mehr da ist, um einen Krieg zu führen?  Wer die Jugend dieser Welt hinter sich vereinen will, muß aufhören zu lügen! Das, ein frommer Wunsch, würde wirklich alles summa cum laude anders machen.

Djdeutschland


„Wir können auch anders“

Nein, das sind nicht die brennenden Ölquellen in Kuwait.


Die Montagskolumne #127 Neues Ägypten – Alte Verträge

Die demokratischen Waffenlieferanten

machen sich Sorgen. Wieder den Falschen die Waffen geliefert? Was, wenn die friedliche ägyptische Party-Atmosphäre noch ausartet? Die bringen es fertig, und fangen an zu kiffen, werden noch friedlicher und wollen keine Heckler & Koch mehr um den Frieden zu sichern. Was dann?

Kein Moslembruder war bereit, sich zur Abschreckung in die Luft zu sprengen! Trotz Terrorwarnung, nur Terror in den von uns besetzten Gebieten! Keiner will mehr für zwei Euro für uns arbeiten! Jemen, Algerien, Jordanien, ist natürlich ‘was gaaanz anderes!

Oder haben wir uns geirrt, und die sind gar nicht so blöd, wie wir dachten? Schutzgeld an Gaddafi sollten wir zahlen,  sonst wird Europa schwarz. Lampedusa quillt über, Berlusconi ruft den humanitären Notstand aus! Man muß sich jetzt beeilen und in Zukunft wieder in Saudi Arabien rekrutieren. Natürlich nur, wenn sie bei uns studiert haben, ‘was bombardieren, wie gehabt.

Djdeutschland


Grundeinkommen

Wir brauchen ein Grundeinkommen (Negative Einkommenssteuer) und keinen Mindestlohn. Damit wir arbeiten können! Denn dieser kulturelle Impuls schafft die Arbeitslosigkeit ab, schafft einen freieren Markt und regelt den Arbeitsmarkt. (Arbeit lohnt sich wieder) Es schafft die angstlose, freie Gesellschaft und der milliardenschwere Verwaltungsapparat wird abgeschafft. Die Arbeit ist getan, weltweit!


Wen sollen wir wählen?

Wenn Du in Hamburg Mitte wohnst, weißt du was geht

Suff, Gewalt, Drogen, Gentrification, Verkehr, Gestank und Hundekacke. Kaputte Flaschen, Vattenfall, blöder Eventtourismus, Investorenträume, – „alles was dumm und scheiße ist findet hier statt.“ Nur, wen sollen wir wählen, um wirklich noch etwas zum Besseren zu wenden? Wieder die Sozialdemokraten, deren Filz diese Stadt schon einmal 44 Jahre im Griff hatte? Haben wir  schon vergessen? Wer hat uns immer und immer wieder verraten? Das kann nicht Euer Ernst sein, Ihr werdet doch den Wahlversprechen nicht glauben? Oder hat der SPD die Opposition gut getan und diesmal machen sie es besser?

Andy Grote, SPD, ist ein netter Kerl; er macht einen guten Job und ist Jurist; er ist für die Erhaltensverordnung. Nur wenn wir ihm alle unsere 20 Stimmen gäben, panaschieren und kumulieren, würde er doch nicht Bürgermeister, sondern Olaf Scholz der ’Bilderberger’! Der kann sich auf einmal nicht mehr  erinnern, daß man Hartz4 erfunden hat!

Das komische Wahlrecht haben wir der CDU zu verdanken. Sie hat trotz Volksentscheid, und das ist einmalig in der Geschichte, den Willen des Wählers missachtet! Auch Dirk Marx, CDU, ein Schausteller, ist wirklich nett und verständnisvoll, präsentiert allerdings visionsfrei auf Facebook seine zwei Wahlkampfautos, will die Straßen neu teeren und  fordert neue Tiefgaragen auf dem Kiez.

Wo sind die Männer und Frauen mit Ideen? Zum Beispiel überdachte Fahrradwege, eine Brücke am Millerntor zwischen Ludwig-Ehrhard-Straße und Reeperbahn? Dann hätten wir eine zusammenhängende Grünfläche, von den Landungsbrücken, über Planten und Blomen bis weit in die Stadt! Aber lassen wir das.

Wer verrät uns schneller, GAL’ er? Osterburg, GaL,  hat bei der letzten Veranstaltung in Regierungsverantwortung, die ich gesehen habe, nichts gesagt.

Die Linke?  Da kenne ich eine, ne Gute, die haben sich im Bauausschuss für uns eingesetzt und sich für eine andere Politik ausgesprochen! Erhaltensverordnung. Aber ich kann einfach die Sache mit Gauck auf Bundesebene nicht vergessen, Sippenhaft. Das war eine Steilvorlage und Ihr habt sie vermasselt, Ihr IDIOTEN!

Trotzdem danke Allen für Euer Engagemant, wir alle sind St. Pauli!

Ich wähle Andreas Gerhold von den Piraten! Direkt Kandidat auf der Landesliste (Platz 3)
Kandidat für Wahlkreis 1 (Platz 2) und Kandidat für Wahlkreisliste Bezirk Mitte (Platz 1) Kandidat für Bezirksliste Mitte (Platz 1)

Ich kenne den Fotografen durch die Zusammenarbeit in einer Initiative. Er ist kompetent, kann zuhören, analytisch und politisch denken, er hat Kinder. Er ist schon Großvater! Er hat Erfahrung und kennt sich im Netz aus. Man kann mit ihm reden, ergebnisoffen. Auch über Grundeinkommen. Er ist engagiert, steht auf dem Boden des Grundgesetzes und spricht sich, das ist in einer Medienstadt wie Hamburg nicht unwesentlich, für Freiheit im Netz und gegen Vorratsdatenspeicherung, Zensur und Überwachung aus. Und er hat Humor! Ich gebe ihm verschwenderisch all meine Stimmen! Aus Bock schon.

Djdeutschland


Die Montagskolumne #126 Schande auf Europa

Heckler & Koch

Die Verlogenheit Euopas ist kaum zu überbieten

Auf der Münchener Unsicherheitkonferenz sorgt man sich um seine Absatzmärkte und die größte Waffenhändlerin der Geschichte, Hillary Clinton beschwichtigt: Immer langsam mit der Demokratie! Jüngst hatte sie das größte Waffengeschäft aller Zeiten mit den Saudis eingefädelt. Die Kanzlerin heuchelt, man könne den Ägyptern nicht vorschreiben, was sie zu tun hätten. Seit wann kann man einer Marionette nicht die Fäden kappen? Wir werden belogen, die Waffenlieferungen in dieses Gebiet im Ausnahmezustand, haben sich verdoppelt! Der Tod bleibt ein Meister aus Deutschland. Die Israelrhetorik funktioniert nicht mehr, der bis zur Erschöpfung wiederholte Vorwurf des Extremismus während man selbst undemokratisch und terroristisch agiert, ist nicht aufrecht zu halten. Das internationale Menschenrecht muß der oberste Masstab sein! Vor islamistischem Extremismus zu warnen, den man selbst durch Unterdrückung, Folter und gezielter Tötung erst schafft, ist bigott. Warum warnt man nicht vor Kapitalismus? Er tötet Menschen, er vernichtet die Welt!

Doch die Ägypter lassen sich nicht mehr abweisen, der Geheimdienstmann Omar Suleiman wäre nur eine andere Spielfigur des gleichen Systems. Eine Revolution hat sich in Bewegung gesetzt; ihre Kraft kommt ganz unvermittelt und überraschend für die westlichen Geheimdienste und sie heißt Entlarvung. Selbst George W Bush traut sich nicht nach Europa, die Schweizer wollen ihn verhaften. Wir haben Zeit und setzen auf internationales Recht. Wir werden Euch alle kriegen, von Ruhmsfeld bis Dick Cheney, von Tiny Blair bis Berlusconi, von Steinmeier bis Fischer. Wir kriegen Euch alle!

Djdeutschland


Don’t let the big man take it away from you!

Unter dem Titel “Gentropoly” veranstalten über 50 Kneipen und Läden auf St. Pauli einen Aktionstag. 5.2.11: Aktionen & Info – kommt vorbei!

Einige Läden bieten spezielle Angebote oder Programm: Tipp Kick Torwandschießen im Jolly, “Lekker Kaffee umsonst – not to go, to stay” in der Rückkopplung, Freier Eintritt und Führung im Hafenbasar, Mexikaner für 1 Euro in der Kogge, Saurer für 50 Cent im Ex-Sparr, Brot und Marmelade Verkostung im Bioladen “Wilde Erdbeeren”, in der Hasenschaukel läuft “Themroc” und Live Musik. In vielen Läden bieten Pläne Orientierung im Überangebot – und Infomaterial. Wir von NoBNQ freuen uns über dieses wuchtige Unterstützungswochenende und wünschen viel Spass beim um die Häuser ziehen.

Ahoi, artstore, Back Records, Backbord, Barbarabar, Boutique Bizarre, Burnout Records, Café Geyer, Cobra Bar, Don’t tell Mama, Ex-Sparr, Gun Club, Hafenbasar, Hafenklang, Hasenschaukel, Headcrash, Hensel, Hip Cats, Hotel Kogge, Jolly Roger, Kandies, Kombüse, Komet, Onkel Otto, P3, Pauli Pizza, Roschinsky’s, Rosis Bar, Rückkopplung, Skorbut, Smallville, Sisterhood & Brotherhood, St. Pauli Infoladen, Sorgenbrecher, Suicycle Store, Tippel II, Totec, Treibeis, Wilde Erdbeeren, Wildes Herz, Zum goldenen Handschuh, Zum Silbersack, u.v.a.” ÜBERALL DORT LIEGEN FLUGBLÄTTER AUS MIT EINEM STRASSENPLAN ZUR EINKEHR

Ich will so bleiben wie ich bin

In den vergangenen Jahren hat sich St. Pauli, wie jedes lebende, florierende Viertel, verändert, ist gewachsen und für viele interessanter und annehmbarer geworden – auf Pauli wohnen ist nicht mehr verrucht und undenkbar, sondern „in“. Wohnraum ist knapp und nun will sich jeder ein Stück der Torte sichern, denn illusorische Mietpreise finden tatsächlich Anklang in der Realität. Sanieren heißt das Zauberwort, was neben der Verbesserung und Instandsetzung der Häuser leider auch unweigerlich Mietpreise in die Höhe schießen lässt. Wir sind nicht gegen Veränderung, nicht gegen Verbesserung, aber das ist nicht ohne die Menschen, die hier leben, und ihre Mitbestimmung möglich. Wie lange könnt ihr euch das noch leisten?

Es geht hier nicht nur um eine Spekulation mit Gebäuden, sondern auch um das Leben der Menschen, die in ihnen wohnen und ohne die St. Pauli nicht das geworden wäre, was es heute ist. Es kann nicht sein, dass die Menschen, die seit Jahren, seit Jahrzehnten hier leben und arbeiten außen vor gelassen werden und am Ende diejenigen sind, die weg ziehen müssen, weil sie es sich nicht weiter leisten können. Darum ist der 05.02. ein Tag um gemeinsam vor die Tür zu gehen und sich zu treffen, auszutauschen, informieren und zu zeigen, dass wir nicht alleine sind – wir sind ein Viertel mit verschiedensten Menschen, die alle durch die Lieben zum Stadtteil verbunden werden.

Wie lang könnt ihr euch das noch leisten?

Es gibt bereits verschiedene Initiativen, Gruppierungen, Ideen, Ansätze, die sagen und zeigen, dass wir das nicht mit uns machen lassen und zusehen, wie die Zukunft St. Paulis ohne uns geplant wird. Wir sind da – viele – und wir sollten der Öffentlichkeit deutlich machen, dass wir gemeinsam dagegen angehen! Das Viertel trägt heute die Farben von NoBNQ, eine der Gruppen, die ganz eigene Vorstellungen haben, was mit ihren Häusern passieren soll.

Es liegen in den verzeichneten Orten Infomaterialien zu dieser Initiative und der Gesamtsituation aus und verschiedene kleine und größere Veranstaltungen bieten Raum zum Treffen, Austauschen und Vernetzen. Wenn wir uns gegenseitig in dieser Situation nicht alleine lassen, dann können unsere Anliegen nicht ignoriert werden – wir haben Mitbestimmungsrecht und das zeigen wir auch!


Ellen Gronemeyer

cdu/csu

galerie karin günther

admiralitätsstraße 71

eröffnung freitag 11.2.11


Trauerspiel

>>>NoBNQ


Frau in Führungsposition

Wir schreiben das Jahr 2011

Das größte Problem der Frau ist ihre Unbewusstheit zu sich selbst. Frau sitzt immer noch in Talkshows und feiert allen Ernstes eine Hormonpille der Pharmaindustrie als ihre sexuelle Befreiung! Frau fordert Frauenquoten, obwohl es in anderen Ländern, entgegen anderer Verlautbarung, wenig bringt. Man bekommt die Quoten nicht voll! Gleicher Lohn? Warum nicht mehr? Gleichheit hin zum Mann gedacht, keinen Unterschied gemacht. Frauen betrügen sich und andere, Frauen stapeln hoch: Haare färben, sich jünger machen, Augen betonen, falsche Nägel, Brüste, Wonderbra, Make up, gleich einer Blume, die schön ist und duftet, um die sie bestäubende Biene zu locken. „Bestrahlt von einer Welt, welche noch nicht da ist.“

Keine ist mehr gesteuert von Modediktat, Körperkult, Lifestyle und Werbung. Sind Stiefel angesagt, tragen sie Stiefel, ist es Mode, Nasen und Ohren blau zu färben, färben sie blau. Piercings, Brandings, Arschgeweih. Und wenn ich frage, warum frau das tut, bekomme ich immer noch und allen Ernstes die gleiche Antwort: “Weil es die Männer so wollen.“ Nein wollen sie nicht! Das ewige Opfer Frau.

Verlässt eine Frau das Haus, steht sie auf der Bühne, nie ohne Kajal. Wer in der freien Wirtschaft arbeitet, der weiß: Frauen stehen sich auf dem Weg zur Führungsposition in erster Linie selbst im Weg. Sie tratschen, sind indiskret, verwenden ihre gesammte Energie darauf die Konkurrenz platt zu machen. Frauen müssen immer die Erste und Einzige sein. Wehe du sagst: „Die Frauen“. Männer bilden auch unter härtester Konkurrenz Seilschaften und entwickeln Korpsgeist zum erreichen gemeinsamer Ziele. Frauen, das ist nicht zu bestreiten, haben nur ein bestimmtes Zeitfenster gewisse Dinge zu tun.

Eva Herman war eine, die den Versuch unternahm, Fragen aufzuwerfen. Zitat: „Was viele nicht wissen: Unsere distanzierte Haltung zu unseren Kindern steht auch in einem direkten Zusammenhang mit einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte, dem dritten Reich. [...]

Keine Sau hatte ihr Buch gelesen! Die politische Aussage wurde kriminell manipuliert und von den ‘Schwestern“ verrissen und nieder gemacht, Herman öffentlich vernichtet. Frauen sind stärker, brutaler, perfider, gemeiner. „Nur selten verstehet sich das Weib auf Ehre“. Besiegt ein Mann im Duell einen anderen, beispielsweise um eine Frau, hat er nach ausgefochtenem Kampf die Klinge am Hals des am Boden liegenden Gegners, läßt er ihn leben. Eine Frau tötet ihn!

Frauen können nicht besser sein als Männer, sie können nur besser sein als Frauen! Die Frau in Führungsposition, bei gleicher Bezahlung und ohne Kind,  ist unsere Kanzlerin, sie regiert zwar angenehm ‘testosteronfrei’, aber ohne Aufbruch, ohne Vision, Besitzstand wahrend.

Auch die Frau mit Kind will Karriere machen wie ein Mann und deswegen muß Kind so schnell wie möglich in staatliche Obhut. Die Arbeit mit Kindern und das Zusammensein mit ihnen wird nicht hoch geschätzt. Der Job in Agentur, Praxis oder Institut, zählt gesellschaftlich mehr . Wie dumm! Ich kann nicht verstehen, wie man ohne Kinder überhaupt Karriere machen kann! Materiellelle Verheißungen und ‘Freiheit’ wie eigenes Konto, Minicooper, IPhone und Chanel haben den höchsten Stellenwert. Die Emanzipation der Frau, eine Rockefeller-Idee, um die Steuern zu verdoppeln, Kinder und Familie unter das Regime und die Kontrolle einer Konsumgesellschaft zu bringen, hat gute Umsätze gebracht, gesellschaftliche Veränderung nicht. Allein mit Kind bleibt schlecht gestellt!

Emanzipation = Eigenverantwortung, vgl. emancipare = „e manu capere“, das „aus der Hand Herauslassen“ des Sohnes aus der familiären Abhängigkeit in die zivilrechtliche Eigenverantwortlichkeit des römischen Staates,

Ein Mann mit vielen Frauen ist ein Held. Frauen mit vielen Männern sind Huren. Das war in den letzten zweitausend Jahren so und es wird sich in den nächsten zweitausend Jahren nicht ändern. ‘Gute Mädchen’ gehen eben nicht überall hin. Es ist und bleibt ein Unterschied, ob man in der Nase bohrt, oder ob man sich in der Nase bohren läßt! Und mehr Risiko. Der Schlüssel, der viele Schlösser schliesst, ist der Masterkey. Ein Schloss welches von vielen Schlüsseln geöffnet werden kann, kann nicht wichtig sein, ist kein Tresor, kein Schatz. Männer schätzen Huren, keiner will mit einer verheiratet sein. Und kommt mir jetzt nicht mit Matriarchat, das ist das selbe in grün!

Erst wenn Familienarbeit, die Arbeit mit Kindern, ihre Bildung, nicht vaterlos, angemessen bewertet und honoriert wird. Erst wenn jedem und jeder klar geworden ist, daß nur die gesunde Gesellschaft, die für angemessenen Nachwuchs sorgt, Wachstum und damit einhergehendem Wohlstand und Lebensqualität schafft; erst wenn der Stellenwert, guter Erziehung, guter Fürsorge, der Job einer guten Erzieherin, eines guten Kindergärtners, mindestens gleich honoriert wird, wie die einer Vorstandsvorsitzenden, eines Arztes oder einer Bankerin, erst dann wird sich in dieser Gesellschaft etwas zum Guten, zur Freiheit bewegen.

Hört auf zu lügen! Und merkt; der Volksmund hat immer recht: HINTER einem guten Mann, steht immer eine gute Frau. In Führungsposition!

Djdeutschland


Rot Braun

Internationale Surplace präsentiert / présente

DESINTEGRATION

einen Plan / un plan

où l’art profère

wo Kunst ausspricht

Ausstellungseröffnung / Vernissage de l’exposition
Samstag, 5. Februar 2011 ab 20h

DESINTEGRATION 3

ROT BRAUN

Carola Deye
Maja Bogumila Hoffmann


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