Das kann jeder sehen. Erinnern wir uns daran, was das Kippen von Regimen in den letzten zwanzig Jahren mit Europa gemacht hat. Wir können frohlocken! Die Frage ist nur: zu welchen Verlusten? Schließlich hat die ‘freie Welt’ genügend Waffen geliefert zur Unterdrückung! Doch auch die Lieferanten der Unterdrücker werden fallen; Obama hat eine ähnliche Wirkung wie seinerzeit ein Gorbatschow. Der Fall der feudalen Regime in Nordafrika, wird uns allen noch mehr Freiheit bringen! Dass jetzt manche vor den Islamiten warnen, ist verlogen. Der bis zur Erschöpfung wiederholte Vorwurf des Terrorismus, während man selbst terroristisch agiert, ist nicht aufrecht zu halten. Das macht die Einsetzung Omar Suleiman in Ägypten klar: er war es, mit dessen Hilfe Mubarak den angeblichen Putsch einer Hamas gesteuert hatte! Das ist kein Garant für Sicherheit in der Region, sondern der Garant für Unsicherheit! Auch die Ägypter wollen, wie Tunesier und Jeminiten, Demokratie und Teilhabe, sie wissen: Terror ist der Feind des Islams.
Der Kommentator dxb in der Zeit hat recht: „Die Bilder gleichen sich“. „Zahllose Brigaden der schwarzen Sonderpolizei aufmarschiert“. Im Wendland, Berlin, Stuttgart…, heißt es bei denselben Bildern etwa: „… musste ein großes Polizeiaufgebot die zum Teil gewalttätigen Chaoten zurückdrängen“. „Unsere Regierung will ja nur unser aller Bestes, (…) und ist natürlich nicht durch die Kleptokraten gekauft. Wir sind froh, dass die Korruption bei uns ‘nur’ strukturell ist, systemimmanent und daher rechtlich nicht verfolgbar.“
Als ich Uli Sol kennenlernte, fanden ihn manche schwierig, ich mochte ihn. Er behauptete die dollsten Sachen, zum Beispiel, daß er Solarzellen bauen könne, welche die Energie wieder einfahren, die ihre Produktion kostet. Er hatte irgendwo im Schwarzwald einen alten Posten Elektromotoren gekauft und baute diese Solarmännchen. Bald fand man sie überall in der Stadt; in den Schaufenstern von Optikern, Juwelieren oder Frisören. Ich kaufte ein paar aus seiner Produktion, um sie zu verschenken und für seine Sache zu werben.
Dieses schenkte ich als Diskussionsgrundlage meinem Vater. Immer wenn ich ihn besuche, schlafe ich in dem Zimmer, auf dessen Fensterbank es steht. Jeden verdammten Morgen fängt der solarbetriebene Quadratschädel an, sich zu drehen. Dank Uli Sol habe ich gelernt: diese Dinger brauchen keine Sonne, um zu laufen, sie brauchen Licht! Selbst an dunklen, grauen Tagen dreht sich der Elektromotor. Scheint die Sonne, fängt das Männchen buchstäblich an zu rennen und schmeißt mich aus dem Bett!
Seitdem sind zwei Jahrzehnte vergangen. Neulich traf ich eine Freundin. Sie erzähle mir, Uli Sol habe sich von der Atomindustrie verfolgt gefühlt, sei immer sonderbarer geworden und hätte sich schließlich umgebracht. Seine Solarmännchen sind noch da und die Quadratschädel – ein Zeichen – drehen sich immer noch! Ich träume weiter von einer dezentralen Stromproduktion.
Stellen Sie sich vor, sie kommen von der Arbeit nach Hause – und es klafft ein 2 qm großes Loch
in Ihrer Küchenwand. Genau so ist es einem Mieter in der Erichstrasse gestern ergangen.
Schuld ist der Abrißbagger der Köhler & von Bargen OHG: Die Investoren haben das
benachbarte Grundstück gekauft und wollen dort gegen den Widerstand aus St. Pauli,
Eigentumswohnungen bauen. Die jetzt aufgerissene Wohnung gehört aber gar nicht
den Investoren des „Bernhard Nocht Quartiers“.
Die Initiative NoBNQ (Kein Bernhard Nocht Quartier) vermutet schon länger, dass
das Machtvakuum vor der Wahl von KvB hektisch genutzt wird, um unverrückbare Tatsachen
zu schaffen – Abriß um jeden Preis.
Bereits Anfang Advent wurden eine alte Dame und Herr Flehmig im Zuge der Abrißarbeiten
aus der „Pension Flehmig“ geworfen (die Presse hat berichtet), nun steht das Wasser knietief
im Keller des Gebäudes.
rumort es gerade gewaltig in der Fanszene
über eine zunehmende Kommerzialisierung – vielmehr ist auch ein ganzes
Viertel von einer zunehmenden Ökonomisierung betroffen. Zählte der
Stadtteil Sankt Pauli noch vor einigen Jahren zu den ärmsten Stadtteilen
in Deutschland, ist er für viele Menschen tatsächlich unbezahlbar
geworden. Es wird Zeit diesen Entwicklungen gemeinsam entschieden
entgegenzutreten!
RECLAIM YOUR CLUB
Die Entwicklung beim FC Sankt Pauli kennt gerade nur eine Richtung. Auf
der Suche nach immer neuen Absatzmärkten und Umsatzsteigerungen bleiben
zunehmend die gemeinsamen und zwischen der Fanszene und dem Verein
ausgehandelten Ideale auf der Strecke. Der Verein richtet sich mit
seinem Vorgehen nicht mehr an die Bedürfnisse von MitgliederInnen,
Alteingesessenen und jungen Fans. Vielmehr werden diese Menschen
zunehmend durch immer weiter steigende Ticketpreise aus dem Stadion
gedrängt. Anstatt vermehrt bezahlbare Steh- und Sitzplätze zu bauen, hat
das Millerntor nach bisher zwei neugebauten Tribünen schon jetzt mehr
Business-Seats als die „Allianz-Arena“ des FC Bayern. Das Ziel, so
scheint es, ist eine perfekte Kulisse für den idealen Konsumenten, den
es gar nicht gibt, aber geben soll.
Eine kritische Fanmasse – die sich auch politisch in Prozesse mit
einbringt – wirkt in diesem Zusammenhang eher störend. Vielmehr sollen
die aktiven Fans fahnenschwenkend eher als Rahmen dienen für den/die
„ideale ZuschauerIn“, die als gerngesehene KonsumentInnen in den
S/éparés /oder Business-Seats umgarnt werden. Immer schneller dreht sich
in letzter Zeit der Kreisel des Marketings: Ob ein Getränk mit dem Namen
„Kalte Muschi“ als offizieller Vereinssponsor; eine Loge, wo bei jedem
Tor eine Tänzerin die „Hüllen fallen lässt“ (welches beides ganz klar
gegen die Leitlinien des Vereins, gegen Sexismus im Stadion verstößt)
oder immer neuere Werbeformen im Stadion (Blau.de). Der Verein lotet
anscheinend gerade immer wieder neu aus, wie weit er dieses Spiel der
kompletten Vermarktung noch treiben kann. Mit „not established since
1910“ hat das schon lange nichts mehr zu tun – dieser Satz verkommt
immer mehr zu einer Farce..
Wir stellen uns dieser Entwicklung entschieden entgegen: Wir wollen
einen Verein, der sich wieder nach den Bedürfnissen der Fans richtet und
sich zu den gemeinsam beschlossenen Leitlinien klar bekennt, ohne sie
immer weiter zu umschiffen. Für uns ist jedoch wichtig, die „Schlacht“
nicht nur im Stadion, sondern auch auf der Straße zu führen. Kämpfe um
gemeinsame Werte und Ideale lassen sich nun mal nicht allein im Stadion
austragen und gewinnen. Entern wir das Stadion! Entern wir die Straßen!
Die „Sozialromantiker“ haben es geschafft, in wenigen Tagen über 3.700
Menschen für ihre Petition zu sammeln und hinter dem Symbol des Jolly
Rouge und dem dazugehörigen Slogan „Bring Back Sankt Pauli!“ noch viel
mehr Menschen hinter sich zu vereinen. Wie heißt es so schön in der
Petition: /„Die Zeit der Treffen ist vorbei. Es reicht!“ /Lasst uns
diese ungeahnte Energie nutzen und gemeinsam nach dem Unmöglichen greifen:
BRING BACK SANKT PAULI! JETZT ODER NIE!
RECLAIM YOUR VIERTEL
Für uns ist jedoch wichtig, die Entwicklung um den Verein nicht getrennt
von den Veränderungen im Stadtteil zu sehen. Für uns ist dabei der
Stadtteilverein untrennbar mit seinem Viertel verwoben.
Ob nun die Auseinandersetzungen um die Hafenstraße, die Räumung des
Bauwagenplatzes Bambule im Karoviertel oder der geplante Neubau des
Sport-Doms in den 90ern: Die Proteste wurden immer von dem Stadion in
den Stadtteil und auch umgekehrt vom Viertel ins Stadion getragen, wie
z. B. die nicht ganz unbekannte Flagge mit dem Totenkopf. Gravierende
Veränderungen im Viertel waren auch immer im Stadion zu spüren. Die
StadionbesucherInnen waren dabei auch immer ein Querschnitt aus den
BewohnerInnen des Viertels, worauf auch der Verein immer stolz war..
Gerade heute lässt sich eben nicht nur für den FC Sankt Pauli
feststellen, dass der Verein zunehmend kommerzialisiert wird. Auch der
Stadtteil ist einer verstärkten Veränderung „von oben“ ausgesetzt, ohne
dabei die Menschen vor Ort mit einzubeziehen. So wie sich die Gesichter
am Millerntor mit der Einführung der Logen und Business-Seats immer mehr
verwandeln, verändert sich auch die Zusammensetzung der Leute, die auf
Sankt Pauli wohnen. Besonders dieser Stadtteil wird immer weiter nach
ökonomischen Kriterien „durchgestylt“. Menschen, die sich die
explodierenden Mieten im „Szenekiez“ nicht mehr leisten können, werden
einfach verdrängt. Insbesondere die Menschen, die den Stadtteil
ausmachen und den Verein in den letzten beiden Jahrzehnten so stark
geprägt haben, bleiben bei dieser Entwicklung auf Strecke: Viele von
ihnen mussten schon umziehen oder können sich zunehmend ihre Mieten in
„ihrem“ Stadtteil nicht mehr leisten. Aktuell wird dieser Prozess der
Verdrängung an verschiedenen Großprojekten deutlich. AnwohnerInnen
wehren sich zum Beispiel dabei entschlossen gegen das von Investoren
geplante „Bernhard-Nocht-Quartier“. Auch die unmittelbaren NachbarInnen
und Gewerbetreibende der sogenannten „Esso-Häuser“ sind von Plänen eines
Großinvestors betroffen.
Ob die „Tanzenden Türme“, eine geplante St. Pauli Music Hall, das
Riverside Hotel oder auch der leer stehende „Astra-Turm“: Für viele ist
in dieser „schönen neuen Welt“ auf Sankt Pauli kein Platz mehr. Auch die
in unmittelbarer Stadionnähe und seit 20 Jahren besetzte Rote Flora, in
der auch Veranstaltungen aus der Sankt Pauli Fanszene stattfinden,
scheint neuerdings mal wieder von einer Räumung bedroht.
Diese ganzen Entwicklung werden wir nicht mehr länger tatenlos
hinnehmen. Für uns ist wie bei aktuellen Veränderungen des Vereins auch
hier ein Punkt erreicht, an dem wir sagen: „Es geht einfach so nicht
mehr weiter. *Wir sagen Stopp!“*
Wir wollen uns gemeinsam gegen den Ausverkauf von Sankt Pauli und einer
Politik der Ausgrenzung entschieden entgegenstellen und setzen dem ein
Recht auf Stadt für alle entgegen, unabhängig von Alter, Nationalität,
Geschlecht, Aussehen oder Kontostand
BRING BACK SANKT PAULI – RECLAIM YOUR VIERTEL!
Aus diesen Gründen
rufen wir am Samstag nach dem Spiel
des FC Sankt Pauli gegen den SC Freiburg
um 18 Uhr zu einer Demo vom Millerntor
durch den Stadtteil Sankt Pauli bis
zum „Bernhard-Nocht-Quartier“auf.
Seid dabei laut, entschlossen,
kreativ, bunt und vielfältig.
Lasst uns auch auf der Straße zeigen, wie viele wir sind!
Lasst uns gemeinsam unter der Flagge des Jolly Rouge und mit ganzer Kraft am Samstag die
fast erloschene Flamme Sankt Pauli neu zum lodern bringen!
Für unseren Verein und für unseren Stadtteil!
Nur gemeinsam lässt sich dieser Kampf gewinnen!
Fuck Hamas. Fuck Israel. Fuck Fatah. Fuck UNO. Fuck UNWRA(=Hilfswerk der UN). Fuck USA! Wir, die Jugend in Gaza, haben Israel, die Hamas, die Besatzung, die Menschenrechtsverletzungen und die Gleichgültigkeit der internationalen Gemeinschaft so satt,dass wir schreien wollen und brechen wollen diese Mauer des Schweigens, der Ungerechtigkeit und der Gleichgültigkeit wie die israelischen F16 durchbrechen die Mauern mit ihren Geräuschen .Ein Schrei ,mit der ganzen Kraft unserer Seelen, um diese immense Frustration freizusetzen, die uns verbraucht wegen dieser verdammten Situation in der wir leben . Wir sind wie Läuse zwischen zwei Fingernägeln. ein Alptraum innerhalb eines Alptraumes, keinen Raum für Hoffnung, keinen Raum für Freiheit. Wir sind es leid, in diesem politischen Kampf gefangen zu sein; krank von kohleschwarzen Nächten, wo Flugzeuge kreisten über unseren Häusern, krank vom Ermorden unschuldiger Bauern ,erschossen in der Pufferzone, weil sie ihre Ländereien pflegten, krank von bärtigen Jungs, die mit ihren Waffen herumspazieren, ihre Macht missbrauchen, prügeln oder andere junge Menschen einkerkern, die demonstrieren für das, an was sie glauben. Wir sind krank von der Mauer der Schande, die uns trennt vom Rest unseres Landes und uns gefangen hält auf einem Stück Land, so gross wie eine Briefmarke . Wir haben es satt, als Terroristen behandelt zu werden , gesehen zu werden als Fanatiker mit Sprengstoff in den Taschen und dem Böse in den Augen;
Wir sind krank durch die Gleichgültigkeit, mit der uns die internationale Gemeinschaft begegnet, den so genannten Experten mit ihren Bedenken und der Ausarbeitung von Resolutionen, aber Feiglinge , wenn sie das durchsetzen sollen, was sie vorher vereinbaren.
Wir sind krank und müde durch ein beschissenen Leben, ins Gefängnis durch Israel, geschlagen durch die Hamas und völlig ignoriert vom Rest der Welt.
Es ist eine Revolution die in uns wächst, durch eine ungeheure Unzufriedenheit und Frustration, die uns zerstören wird, wenn wir nicht den Weg finden, diese Energie in etwas, das den Status quo herausfordern kann und uns eine Art von Hoffnung gibt.
Der letzte Tropfen, der unsere Herzen zittern liess mit Frustration und Hoffnungslosigkeit, fiel am 30. November, als Offiziere der Hamas mit Gewehren, Aggressivität und Lügen zum Jugendforum „Sharek“ (www.sharek.ps) kamen, Menschen schikanierten, einige einsperrten, die Arbeit der Jugendorganisation verboten. Ein paar Tage später wurden die Demonstranten , die gegen diese Schikanen protestierten, geschlagen und einige eingekerkert.
Wir leben wirklich einen Alptraum in einem Alptraum. Es ist schwierig, Worte für den Druck zu finden, unter dem wir täglich sind. Wir haben gerade so die israelische Operation „Gegossenes Blei“ überlebt, wo Israel sehr effektiv die Scheiße aus uns bombardierte, Tausende von Häusern zerstörte und noch mehr Leben und Träume. Sie wurden die Hamas nicht los, so wie sie es vorhatten, aber sie verbreiteten Angst und Schrecken unter uns für immer und hinterliessen posttraumatische Stressymptome , da mensch ja nirgendwo hin rennen konnte.
Wir sind Jugendliche mit schwerem Herzen. Wir tragen in uns eine solche Schwere , dass es sehr schwierig für uns ist, den Sonnenuntergang zu genießen. Aber wie können Sie es genießen ,wenn dunkle Wolken den Horizont malen und jedes Mal trostlose Erinnerungen an unseren Augen vorbei huschen ,wenn wir sie schließen ? Wir lächeln dann , um den Schmerz zu verbergen. Wir lachen, um den Krieg zu vergessen. Wir hoffen, nicht Selbstmord zu begehen hier und jetzt.
Während des Krieges bekamen wir das unverwechselbare Gefühl, dass Israel uns von der Erde löschen wollte. In den letzten Jahren dann tat die Hamas alles, um unsere Gedanken, Verhalten und Wünsche zu kontrollieren.
Wir sind eine Generation von jungen Menschen, die es gelernt hatte, den Raketen gegenüberzustehen, und ,was eine unmögliche Mission schien, ein normales und gesundes Leben zu führen, nur halbherzig geduldet von einer massiven Organisation, die sich in unserer Gesellschaft als eine bösartige Krebserkrankung ausgebreitet hat , die Chaos verursachte und effektiv auf ihrem Weg alle lebenden Zellen, Gedanken und Träume tötete sowie die Menschen lähmte mit seinem Terrorregime. Ganz zu schweigen von dem Gefängnis in dem wir leben, ein Gefängnis in einem sogenannten demokratischen Land.
Die Geschichte wiederholt sich auf grausamste Weise, und niemand scheint es zu interessieren. Wir haben Angst. Hier in Gaza sind wir erschrocken , sind eingekerkert, werden verhört, geschlagen, gefoltert, bombardiert, umgebracht. Wir haben Angst zu leben, weil jeder einzelne Schritt, den wir wohl durchdacht machen , eingeschränkt wird überall,
Wir können uns nicht so bewegen wie wir wollen, nicht sagen, was wir wollen, wir manchmal sogar nicht denken, was wir wollen, weil die Besatzung unsere Gehirne und Herzen so schrecklich besetzt , dass es weh tut und wir uns dann nur wünschen endlose Tränen der Frustration und Wut zu vergiessen!
Wir wollen nicht hassen, wir möchten nicht all diese Gefühle leben und wir wollen nicht die Opfer mehr sein. GENUG! Genug Schmerz, Tränen , genug Leid, genug der Kontrolle, den Einschränkungen , ungerechten Rechtfertigungen, genug des Terrors, der Folter, den Entschuldigungen, Bombardierungen, den schlaflose Nächten, toten Zivilisten, schwarzen Erinnerungen, und der düsteren Zukunft, genug den fanatischen Politikern, dem religiösen Bullshit, genug der Haft! WIR SAGEN STOP! Dies ist nicht die Zukunft, die wir wollen !
Wir wollen drei Dinge. Wir wollen frei sein. Wir wollen in der Lage sein, ein normales Leben zu leben. Wir wollen Frieden. Ist das zuviel verlangt? Wir sind eine Friedensbewegung junger Menschen in Gaza und ihrer Unterstützer*innen, die nicht ruhen, bis die Wahrheit über Gaza in dieser ganzen Welt bekannt und in einem solchen Maße, dass es nicht mehr stilles Einverständnis oder lärmende Gleichgültigkeit gibt.
Dies ist das Gaza Jugend Manifest für den Wandel!
Wir fangen an die Besatzung, die uns umgibt, zu zerstören ,werden uns frei machen von dieser geistigen Gefangenschaft, sie durchbrechen und wieder unsere Würde und Selbstachtung gewinnen. Wir werden unsere Köpfe hoch tragen, auch wenn wir dabei auf Widerstand stoßen. Wir arbeiten Tag und Nacht, um diese elenden Bedingungen , in denen wir leben ,zu ändern. Wir werden Träume bauen , wenn wir auf Wände und Mauern stoßen.
Wir hoffen nur, dass Sie – ja, Sie, die diese Aussage gerade lesen! – uns unterstützen können. Wenn Sie/Ihr wissen wollt, wie, schreibt uns bitte an unsere Wand oder direkt an uns: freegazayouth@hotmail.com
Wir wollen frei sein, wir wollen leben, wir wollen Frieden.
Es geht um nichts Geringeres als die europäische Zivilisation! Wenn man sich jetzt nicht den Feinden der Freiheit entgegenstellt, denen, die sich nicht an die vereinbarte Charta halten, nicht an Kriterien und die damit verbunden Automatismen und vor allem denen, die dem supranationalen Gedanken Europas zuwiderhandeln, wird nichts gut werden. Der nationale Gedanke ist tot! Wer das nicht begriffen hat und in Regierungsverantwortung der Herde „Multikuli ist tot“ zubrüllt, gehört abgewählt – denn er kann nicht rechnen! Es lebe die nationale Identität, denn sie bedeutet Vielfalt! Nur der, der sein eigen Lied auch singen darf, wird ein neues lernen. Doch wer uns nicht mitnimmt und wahrnimmt, wer sich mit überbordenden Organen über unsere Köpfe von Egoismen, von der Lobby, den Banken steuern lässt, entmachtet und enteignet Europa, ‘statt es weiter voran zu treiben!
„Wir haben keine gemeinsame Sprache. Wir haben eigentlich nicht einmal eine gemeinsame Religion, denn Katholiken und Protestanten haben sich jahrhundertelang bekämpft – auch mit Waffen, und gemeinsam haben sie die Juden und die Muslime verfolgt und unterdrückt. Wohl aber haben wir eine große Zahl gemeinsamer Grundwerte. Wir sind gemeinsam Kinder der Aufklärung. Wir haben unsere Staaten und unsere Kirchen und Religionsgemeinschaften voneinander getrennt. Wir haben alle innerhalb unserer Staaten ein System der Gewaltentrennung etabliert. Wir sind gemeinsam von den Vorzügen der parlamentarischen Demokratie überzeugt.“
Helmut Schmidt 18.12.2010 ZEIT
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