Irritation und Verwirrung

Archive for August, 2010

Die Montagskolumne #105 Zirkus Sarrazin

Ein Hörer des Deutschlandfunks

hatte in, wie ich finde witziger Weise, in der Sendung mit Hörerbeteiligung über den Fall Sarrazin, die Verbindung zwischen Sarrazin und dem ursprünglich im Nordwesten der arabischen Halbinsel siedelnden Volksstamm Sarazenen hergestellt. Der Begriff Sarazenen wird in lateinischen Quellen und im christlichen Europa geschichtswissenschaftlich nicht korrekt, als Sammelbezeichnung für die muslimischen Völker verwendet, die ab ca. 700 n.Chr. in den Mittelmeerraum eingedrungen waren, meist in angstgeprägtem Sinn.

Ganz im Gegensatz zur misslungenen Zeitungskampagne der Atomlobby  und ihrer Drohung, die Atomkraftwerke abzuschalten, ist Thilo Sarrazin mit seiner Polemik, Deutschland abzuschaffen, eine Art Scoop für sein neustes Buch gelungen. «Deutschland schafft sich ab», das vor allem von den Meinungsmachern in typisch deutscher Weise, mal wieder wegen seiner Form und weniger wegen des Inhalts kritisiert wird, rangiert bei den Bestellungen des Internet-Buchhändlers Amazon noch vor seinem Erscheinen am Montag auf Platz 1.

Djdeutschland


Neighbours


Europäischer Tag der Jüdischen Kultur


Stühle raus!


Der Fall Böse

Böse


Die Montagskolumne #104 Ruhe!


Wir wäre es mal mit einem Wochenende Ruhe?
Ohne Move, ohne Krawalltouristen ohne Beleuchtung, Feuerwerk, Queen Mary und Hubschrauber, ohne Strom, Müll, Autofrei, Alkoholfrei, ohne Reden, Demonstrationfrei 
umsonst durch Kontemplation und Ruhe zu wissen wo wir stehen.
 

Heute bin ich über Rungholt gefahren,
die Stadt ging unter vor sechshundert Jahren.
Noch schlagen die Wellen da wild und empört
wie damals, als sie die Marschen zerstört.
Die Maschine des Dampfers schütterte, stöhnte,
aus den Wassern rief es unheimlich und höhnte:
Trutz, Blanke Hans!

Von der Nordsee, der Mordsee, vom Festland geschieden,
liegen die friesischen Inseln im Frieden,
und Zeugen weltenvernichtender Wut,
taucht Hallig auf Hallig aus fliehender Flut.
Die Möwe zankt schon auf wachsenden Watten,
der Seehund sonnt sich auf sandigen Platten.
Trutz, Blanke Hans!

Mitten im Ozean schläft bis zur Stunde
ein Ungeheuer, tief auf dem Grunde.
Sein Haupt ruht dicht vor Englands Strand,
die Schwanzflosse spielt bei Brasiliens Sand.
Es zieht, sechs Stunden, den Atem nach innen
und treibt ihn, sechs Stunden, wieder von hinnen.
Trutz, Blanke Hans!

Doch einmal in jedem Jahrhundert entlassen
die Kiemen gewaltige Wassermassen.
Dann holt das Untier tiefer Atem ein
und peitscht die Wellen und schläft wieder ein.
Viel tausend Menschen im Nordland ertrinken,
viel reiche Länder und Städte versinken.
Trutz, Blanke Hans!

Rungholt ist reich und wird immer reicher,
kein Korn mehr faßt selbst der größeste Speicher.
Wie zur Blütezeit im alten Rom
staut hier alltäglich der Menschenstrom.
Die Sänften tragen Syrer und Mohren,
mit Goldblech und Flitter in Nasen und Ohren.
Trutz, Blanke Hans!

Auf allen Märkten, auf allen Gassen
lärmende Leute, betrunkene Massen.
Sie ziehn am Abend hinaus auf den Deich:
„Wir trutzen dir, Blanker Hans, Nordseeteich !“
Und wie sie drohend die Fäuste ballen,
zieht leis aus dem Schlamm der Krake die Krallen.
Trutz, Blanke Hans!

Die Wasser ebben, die Vögel ruhen,
der liebe Gott geht auf leisesten Schuhen,
der Mond zieht am Himmel gelassen die Bahn,
belächelt den protzigen Rungholter Wahn.
Von Brasilien glänzt bis zu Norwegs Riffen
das schlafende Meer wie Stahl, der geschliffen
das Meer wie schlafender Stahl, der geschliffen“. (1)
Trutz, Blanke Hans!

Und überall Friede, im Meer, in den Landen.
Plötzlich, wie Ruf eines Raubtiers in Banden:
das Scheusal wälzte sich, atmete tief
und schloß die Augen wieder und schlief.
Und rauschende, schwarze, langmähnige Wogen
kommen wie rasende Rosse geflogen.
Trutz, Blanke Hans!

Ein einziger Schrei- die Stadt ist versunken,
und Hunderttausende sind ertrunken.
Wo gestern noch Lärm und lustiger Tisch,
schwamm andern Tags der stumme Fisch.—
Heut bin ich über Rungholt gefahren,
die Stadt ging unter vor sechshundert Jahren.
Trutz, Blanke Hans!

Detlev von Liliencron


Fahndungsphotos

Liste der Atomlobbyisten und ihrer Helfershelfer 

Josef Ackermann, Vorstandschef der Deutschen Bank
Dietrich Austermann, CDU-Politiker, er war von 2005 bis 2008 Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein
Werner Bahlsen, Bahlsen
Paul Bauwens-Adenauer, Bauwens
Wulf Bernotat, BDI-Vizepräsident, war Eon-Vorstandsvorsitzender
Oliver Bierhoff, Manager der Fußball-Nationalmannschaft
Manfred Bissinger, Publizist
Herbert Bodner, BDI-Vizepräsident
Wolfgang Clement, Ministerpräsident und Bundeswirtschaftsminister a. D.
Eckhard Cordes, Metro-Vorstandsvorsitzender
Gerhard Cromme, ThyssenKrupp
Michael Fuchs, Unternehmer und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag
Ulrich Grillo, Grillo-Werke
Jürgen Großmann, BDI, RWE
Rüdiger Grube, Deutsche Bahn
Christopher W. Grünewald, Papierfabrik Gebr. Grünewald, BDI
Jürgen Hambrecht, BASF-Vorstandsvorsitzenden und BDI-Vizepräsident
Tuomo Hatakka, Vattenfall-Chef
Wolfgang Herrmann, TU München
Horst W. Hippler, KIT
Hans-Peter Keitel, BDI-Präsident
Arndt G. Kirchhoff, Kirchhoff Automotive, BDI
Kurt J. Lauk, Wirtschaftsrat der CDU
Ulrich Lehner, Henkel, BDI-Vizepräsident
Friedhelm Loh, Friedhelm Loh Group, BDI-Vizepräsident
Carsten Maschmeyer, MaschmeyerRürup
Friedrich Merz, Rechtsanwalt
Arend Oetker, BDI-Vizepräsident
Hartmut Ostrowski, Bertelsmann
Bernd Scheifele, HeidelbergCement
Otto Schily, Bundesinnenminister a.D. und Rechtsanwalt
Wolff Schmiegel, Ruhr-Universität Bochum
Ekkehard Schulz, ThyssenKrupp und BDI-Vizepräsident
Johannes Teyssen, Eon
Rainer Thieme, Salzgitter
Jürgen Thumann, BusinessEurope, Ex-Präsident und heutiger Vizepräsident des BDI
Michael Vassiliadis, IG BCE
Hans-Peter Villis, Vorstandschef von EnBW
Gerhard Weber, Gerry Weber International
Werner Wenning, Bayer
Matthias Wissmann, VDA, BDI-Vizepräsident


Kalulu Solar kommt in die Gänge


Support your lokal Formgestalter

 

moin!

morgen startet der fc st.pauli in die erstligasaison,
und damit das mit dem klassenerhalt auch klappt, 
müssen alle ganz fest die daumen drücken!

um zu wissen, wann genau man das machen soll,
habe ich ein äusserst nützliches hilfsmittel ersonnen, und zwar den:

FC ST.PAULI SAISON-SPIELPLAN 2010/2011
mit allen spielterminen und ergebnissen,
sofern man sie einträgt (siehe bild oben)

der plan ist im format DIN A2 gedruckt,
und mit allen wassern gewaschen:

handgezeichnet,

herbstsaison im „2010″, rückrunde im „2011″,
ankreuzmöglichkeit des exakten spieldatums (fr, sa oder so)
nachdem sich die dfl endlich zur terminierung bequemt,
übersicht und ergebniseintragungsoption
für die restlichen begegnungen jedes spieltages,
erklärung der abkürzungen in der fußzeile für alle
die nicht wissen was zb M05 oder SCF bedeutet, 
sowie optimales mattes qualitätspapier (115g/m2),
geeignet für beschriftung mit kuli, blei oder faserstift,
einträge verwischen fällt somit aus wegen is nicht. 
mehr geht eigentlich nicht glaub ich.

das ding kann man kaufen,

aber ACHTUNG – WICHTIG: NICHT IN MEINEM ONLINESHOP BESTELLBAR,
sondern nur in folgenden läden:

FANLADEN ST.PAULI (brigittenstr.3, 20359 hamburg)
HANSEPLATTE (neuer kamp 32, 20357 hamburg)
GUDBERG (poolstr.8, 20355 hamburg)
HAMBURGER BOTSCHAFT (sternstr.67, 20357 hamburg)

preis EUR 5,- ausser im fanladen, da verkaufen sie ihn glaub ich noch günstiger.
wer nicht in hamburg wohnt und trotzdem den spielplan will/braucht, bitte per email an mich wenden.

grüsse stefan

p.s.: 
nächster dj termin: DJ DSL & STOECKER STEREO am DO. 26.8. im PUDEL. 

ausserdem in planung:
sound supporters musik-grillage auf dem containerdach der jahrhundert-ausstellung am südkurvenvorplatz, 
wahrscheinlich am tag vor dem dortmund-heimspiel, nähere infos folgen.

DJ DSL
http://www.myspace.com/deejaydsl
http://www.dj-dsl.com
http://www.soundsupporters.org


Eintritt Frei


Die Montagskolumne #103 Spitz auf Knopf

Die Kampagne, mit der man uns überzieht ist beispiellos.

 
Das Time Magazin zeigt uns die abgeschnittene Nase eines afghanischen Mädchens, die Einheitspresse weiss von der zum Geständnis gefolterten Iranerin zu berichten, der die Steinigung bevorsteht. Alles vor dem Hintergrund angekündigter neuer Wikileaks Veröffentlichungen weiterer ‘Kriegstagebücher’, welche belegen, wie die freie, westliche Welt jegliches Recht nicht nur in Afghanistan wissentlich und hemmungslos missachtet. Die Zahlen getöteter Zivilisten schnellt in ungeahnte Höhen. Wo sind die Bilder des Bombenangriffs von Kundus? Wann sagt man uns, wie viele Kinder verbrannt und verstümmelt wurden, wie viele Mütter, Väter? 

Die Wikileaks Veröffentlichungen belegen eindeutig die kriminellen Machenschaften westlicher Staaten! Man muß es sich vorstellen, wie ein amerikanischer Familienvater nach dem Frühstück und dem Küssen seiner Kinder, den Spritfresser besteigt um zu seinem Arbeitsplatz zu fahren, einer Airbase in Texas und acht Stunden, tausende Meilen entfernt, eine computergesteuerte kamerabewehrte Drohne bespielt, und in Afghanistan, Pakistan, Somalia ferngesteuert mit Raketen vermeintliche Terroristen vernichtet.

Konkret habe das Weisse Haus Drohnen-Angriffe in Pakistan verstärkt, Angriffe auf Al-Kaida-Mitglieder in Somalia autorisiert und Grünes Licht für Geheimoperationen aus Kenia heraus gegeben. Gemeinsam mit europäischen Verbündeten seien Terrorgruppen in Nordafrika ausgehoben worden. Das Pentagon habe zudem mit Hilfe von angeheuerten Privatfirmen Geheimdienstinformationen über Verstecke von militanten Extremisten in Pakistan gesammelt. Im Jemen sei eine Militärkampagne gestartet worden, die offiziell nie bestätigt wurde.Quelle: Tagesanzeiger

Es wird weiterhin nachweislich falsch von der Holocaustleugnung Ahmadinedschads berichtet und der angeblichen atomaren Bedrohung durch den Iran. Alles während sich ein atombewehrter, von Fanatikern regierter, jüdischer Gottesstaat, mit international geächteten Riester geförderten Waffen und Terror, in widerrechtlich besetzten Gebieten wiederholten Menschen- und Völkerrechtsverletzungen schuldig macht!

Die Belagerung des Gazastreifens mit Hilfe des Verbündeten Ägyptens ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit! Es trifft vor den Augen der Welt, hauptsächlich Kinder und Jugendliche, die Zivilbevölkerung, es verstösst gegen jedes Völkerrecht! Dieses wurde im Falle Sarajevos vor dem internationalen Gerichtshof geahndet! Israel beteildigt sich zwar scheinheilig an UN-Untersuchungen zu den Angriffen auf die Hilfsflottille, unterbindet aber Aussagen der an den Operationen beteiligten Soldaten. All das mit Deckung einer obamischen USA.

Zu Guttenberg will unter dem Deckmantel von Sparmaßnahmen die Wehrpflicht abschaffen, um eine Berufsarmee und private Sicherheitsfirmen, die Verfassung verachtende Drecksarbeit in Kriegseinsätzen machen zu lassen. Er will die Zivilgesellschft und ihre Kontrollmechanismen in der ‘Verteidigungsarmee’ Deutschlands abschaffen. Er will die Bundeswehr abschaffen!

Man braucht Krieg um die kriminellen Manipulationen westlicher Notenbanken zu kaschieren. Milliardäre spenden Teile ihres Vermögens, welches sie durch Monopole, die Unterbindung eines freien Marktes, den faktischen Kapitalsozialismus, auf dem Rücken entrechteter Arbeiterheere,  umwelt- und gesellschaftszerstörerisch ergaunert haben. Sie machen sich in Wirklichkeit der unterlassenen Hilfeleistung schuldig und werden öffentlich dafür gefeiert.

Es werden konsequent klimapolitische Maßnahmen und eine Umsteuerung in der Energiepolitik durch unter Lobbyisteneinfluss stehende Regierungen vereitelt, alles während sich eine Naturkatastrophe nach der anderen aneinander reiht. In Pakistan sind infolge der Überschwemmungen ZWANZIG MILLIONEN Menschen obdachlos, Deutschland spendet ganze fünfzehn Millionen Euronen!

Die U-Bootgeschenke der Dolphin-Klasse an Pakistan und Israel belaufen sich auf mindestens 1,5 Milliarden! In China fordern Schlammlavienen und Flutwellen Tausende Tote. HAITI? Russland brennt, in Moskau sterben Tausende Alte und Kranke vorzeitig am Smog. Uns droht eine weitere atomare Katastrophe mit der dazugehörigen Desinformation: „Keine akute Gefahr!“ In Deutschland versuchen Atommafia und Strommonopolisten ohne Endlager, die uns nachweislich betrügen, die Bundesregierung zu weiterer Laufzeitverlängerung zu erpressen…

Das alles ohne verhaftet zu werden!

Djdeutschland


FLOW, SWARM, FLOOD

The laboratory believes in the crisis

as a catalyst for radical new ideas, and is experimenting in Hamburg for ten days. This will include the opening of a pedal-operated cinema, bicycles kitted out for the future and cyclists educated in swarm intelligence. Finally Labofii invites you to participate in a performance in which the bicycles become instruments for a city-wide sound installation. Their projects range from subtle experiments in cultural institutions to activities for social mass movements.

“This isn’t a normal travelling theatre company you know.“ [Scotland Yard]

FLOW  15th & 16th – 19:00 

 Come help pedal-power our utopian road movie. based on a 7 month journey through a post-capitalist Europe of liberated zones. Free popcorn for all!

SWARM  20th & 21th – 19:00

 Bring a bike and get involved in ouer preparations for the final intervention,  Sunday’s  cycle sonic adventure across the city, FLOOD. Based on our Bike Bloc trainings in civil disobedience used in Copenhagen during the UN climate summit, you can practice the art of flowing like water, swarming like bees and being in a bike gang.

FLOOD  22nd – 19.00

The Grand Finale. Bring a bike, an FM radio and the desire for collective advanture…

All events begin at Kampnagel, JarreStraße 20, Hamburg 22303

www.labofii.net

017635482248




Elbdisharmonie

Elbdisharmonie * Solikonzert für Prozesskosten * Der Fall Böse * Union Beulshausen * The Eleminators * The Unjerks * Club 27 * Los Pinups * Aftershow mit: * Dj Goodfella * Samstag 21.8. -ab 15 Uhr * Hafenstraße


St.Pauli Pisspreventer

Als Zeichen,

wie sehr einem besonders die älteren St.Paulianer am Herzen liegen, hat man vor dem Nachbarschaftsheim St. Pauli einen Pisschutz installiert.


Wie der aufmerksame Betrachter unschwer erkennen kann, handelt sich hierbei nicht um ein öffentliches Open Air Urinal, sondern soll die Pisser nur davon abhalten, ihr Ding durch den Zaun zu halten und die Sitzgelegenheiten der Alten vollzupissen.


Da man nicht, was ich intelligent gefunden hätte, eine mit der Kanalisation verbundene Ablaufrinne installiert hat, wird die Pisse in Zukunft ungehindert und in Strömen die Silbersackstraße hinunterlaufen. 


Die auf dem Weg zum Fischmarkt weiter oben liegende St. Pauli Ganztagsschule, unsere Kinder, können weiterhin ungehindert vollgepisst werden!


Dass nach geändertem Polizeigesetz, die Polizei nicht nur für das Jagen von Dealern zuständig ist, sondern auch für Ordnung, also auch für die Pisser, scheint sich noch nicht herumgesprochen zu haben. Sogar auf Ansprache während des Schlagermoves greifen Beamte auch im Angesicht hundertfachen Pissens nicht ein.


Designer, Künstler, Handwerker, Stadtplaner, Pudler und Fab Labber, lasst euch was einfallen, ich dreh sonst noch durch!


Djdeutschland


Die Montagskolumne #102 Ausgedruckt

Was steckt dahinter?

Es gibt Leute, die sagen, es sei eine andere Art der 52zigsten Straße. Es gibt welche die sagen, es treibe die Gentrifizierung erst voran. Die Neue Züricher Zeitung schrieb schon vor Jahren ihrer Zeit vorraus: “Der Kiez hat in den Siebzigern die ‘Wiener’, in den Achtzigern die ‘Türken’ und in den Neunzigern die ‘Albaner’ überlebt, die Fun Generation wird er nicht überleben.“

Die alte Schnapsfabrik ‘auszudrucken’, den Schatz, den keiner hinter der Fassade des Erotic Art sehen kann, hat drei Tage gedauert. Das moving Fab Lab aus Amsterdam mit seinen Verheißungen hat alle inspiriert. Es wird entscheidend sein, ob man das Potential dieses Viertels nutzt, seine Menschen, seine Kontakte, sein exzellentes Publikum; neue Wege beschreitet und open source fabolous lokal fabriziert, oder ob auswärtige Investoren und ihr Gefolge alles an sich reißen und nach wirtschaftlich überholten Prinzipien,  kurzfristig gewinnbringend und nur für sich vermarkten.

Die Veranstaltung im Budclub wurde eine Art Volksuniversität und wir konnten davon hören, wie eine Gruppe Mädchen in nur drei Tagen, mit aus dem Netz ausgedruckten Platinen und Sensoren, intelligente Textilien herstellen. Auch wurden Platinen zusätzlich in neuer Form gestaltet, um aus Pflanzenkübeln den Wasserstand zu twittern.

Es wurde uns vermittelt, daß das offenlegen von Software zur Eigen- und Reproduktion, deren ‘weiterverebte’ Fortentwicklung, ungeahnte Synergien und vielschichtigen gesellschaftlichen Gewinn für alle bedeutet. Wir alle können von allen etwas lernen und es für alle weiterentwickeln. Es wird vorstellbar, daß es schon bald möglich seien wird, sich am Monopolisten vorbei, sein Telefon oder den Computer selber auszudrucken. Ohne die Umwelt und rechtlose Arbeiterheere dabei auszubeuten.

Schwärme von Schmetterlingen und die Kappelle ‘Analog’ mit ihren mitgebrachten, selbstgebauten Musikinstrumenten (Krachkisten,) und ihre Musikperformance, trugen am letzten Tag zum erhaben subversiven Gefühl dieser Straße bei…



Djdeutschland


Kefir

Von und nach Ganna Zayva

Kefir
aus Wikipedia

Bei Kefir (vom türkischsprachigen Wort köpürmek = schäumen) handelt es sich um ein eher dickflüssiges, kohlensäure- und leicht alkoholhaltiges Milchgetränk, das ursprünglich aus dem Kaukasus und Tibet stammt. Kefir entsteht durch einen Gärungsprozess, typischerweise durch Milchsäurebakterien wie Lactobacillus acidophilus, Hefen wie Saccharomyces kefir und wenig Essigsäurebakterien…


Kefir-Rezepte


RepRap-Maschine

Bild: Miriam Wiese via Moritz Avenarius Fabulous St.Pauli


Die Revolution

Wie schon einmal an dieser Stelle prognostiziert, geht die Revolution von St. Pauli aus. Friedlich! Unterstützung kommt aus ganz Europa.

Das mobile Fablab mit seinen 3 D-Druckern, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Ein Drucker druckt einen Drucker aus…

Nun können sich die hier so ungeliebten Investorenträume,
ausgedruckt und mitgenommen werden.

Also Köhler und von Bargen, druckt Euch Euer hippes Szeneviertel aus, nehmt es mit, verkauft es wo ihr wollt! Nur nicht hier!

NoBNQ!

Djdeutschland Copyleft


Die Montagskolumne #101 Viel Harmonie


noroomgalery

Der Sonntagsspaziergang

sollte diesmal – ganz Entdeckungsreise – in die Hafencity gehen.
Wohl dem, der einen Sohn hat!
Wir durchquerten das windige, menschenleere neue Brauviertel.
Schon auf der Seewartenstraße beim ehemaligen Hafenkrankenhaus
hörte es auf, nach Pisse und Alkohol zu stinken.
Wir warteten auf der Aussichtsplattform, mit Blick auf die Landungsbrücken,
die unter uns hergleitende U-Bahn ab und tranken einen Schluck Wasser.

Am Gruner und Jahr Pressehaus trafen wir auf erste Touristenströme.
Es fiel uns ein, daß wir noch nie den Michel bestiegen hatten.
Sechseurofünfzig später erklommenen wir die Stufen.

Auf dem Weg nach oben gab es viel zu sehen,
zum Beisspiel das Uhrwerk des Michels und einige Glocken.
Der Schweiß lief in Strömen, die Waden spannten.
Es hat sich gelohnt, jetzt wissen wir,
daß auf dem Dach eines jeden Hochhauses Schienen liegen,
für die Körbe der Fensterputzer.

Wieder unten, überquerten wir die Brücke zur Hafencity bei der Kehrwiederspitze.
Der Touristenstrom schwoll an, alle möglichen Sprachen, es begann zu regnen.
Keine Massenpanik.

Wir kauften ein italienisches Eis für jeden am Eiswagen:
„Wieviel Kugeln?“ “Unter tausend“!
Wir setzte uns auf eine überdachte Bürohaustreppe und wunderten uns
über das Interesse der vielen Touristen an diesem Teil der Stadt
und beobachteten eine Frau mit Kapitänsmütze beim Flaschensammeln.

Wir setzten unseren Weg auf einem Privatweg mit Aschenbechern
auf eigene Gefahr fort. Nach einigen Windungen, Treppe rauf, Treppe runter,
wurde der Blick auf die zur Touristenmeile mutierten Magelanterassen frei.

Auf unserem Weg dorthin, stießen wir auf weißen Treppen,
hindurch zwischen futuristischen Häusern zu einem Basketballcourt.
Bei einem Schanzenbäcker nahmen wir etwas zur Stärkung ein
und betrachteten die Gebäude, in denen wir gerne wohnen würden.
Zu teuer. Noch!
Der Schanzenbäcker verweigerte den Pfand für die dort gekaufte Plastikflasche.
Kein Kleingeld.

Auf den Terrassen bestiegen wir den Elbphilharmonie-Showroom
der aus Hörnern, in die man hineinhören konnte,
Lust auf Orchestermusik machen sollte.
In seiner Kuppel konnte man den Musiksaal, wie er einmal seien wird,
mit seinen vielen kleine Figuren betrachten.

Wir lernten eine Dame kennen, die ihre Herkunft nicht verleugnen konnte,
uns von einem Überfall erzählte und von ihrem Mann.
Er hatte ehemals mit Finanzierungen sein Geld verdient.
Nur die Häuser der Hafencity hätte keiner finanzieren wollen:
Denn wenn das Wasser kommt, so meinte sie, würden die schönen neuen Häuser verschwinden.

Wir gingen über die Brücken nach Hause.
Es war ein schöner Tag

djdeutschland family


Streu Bomben


Mein Freund Hannes, Name v. d. Red. geändert, ist der Meinung, daß die Tatsache, daß Deutschland laut, >>>>>>>>Monitor vom 29.7.2010, Hersteller von Streubomben mit Steuergeldern finanziert; ein Skandal ist und gereichen sollte den Bürger auf der Straße wachzurütteln und ihn zum Widerstand zu bewegen. Das glaube ich nicht! Ich merke an, daß das Verschenken von U-Booten der Dolphin-Klasse an Pakistan und Israel, finanziert mit Steuergeldern, mindestens genau so schlimm, keinen hinter dem Ofen von Kachelmanns und Duisburgs hervor lockt… Aber Du kannst es ja versuchen! Monen


Follow

Get every new post delivered to your Inbox.