Irritation und Verwirrung

Archive for April, 2010

Euromayday


Wir wissen wo wir stehen

L’Internationale Surplace

participe à / nimmt teil bei:

„Hart am Glück“

et présente son installation / und stellt ihre Installation vor:

Wir wissen wo wir stehen
L’IS en RDA

et son film Diktatur / und ihren Film Diktatur

im vorübergehenden Museum für Landeskunde
Schleswig-Holstein-Haus Schwerin

Vernissage der Ausstellung:

Am Freitag, den 30. April, 19:30 Uhr

Die Ausstellung curated by Carola Deye findet im Rahmen der werkstatt der künste des filmkunstfestes Mecklenburg-Vorpommern statt, bis 9. Mai 2010.

Filmkunstfest

www.internationale-surplace.net


HART AM GLÜCK


Die Montagskolumne #88 As well interesting as boring

good morning, here is yesterday’s strip:

i was riding around in the hood and it was raining a bit. it started to pour soon and i had to go somewhere inside for i was soaking. so i went into this vietnamese groceries/food store and got myself a can of coke and went outside to stand underneath the shelter and wait for the rain to stop. but it didn’t stop and after a while this gangster boy started to chat with me. he said do you wanna be my friend and i said sure. he said what you wanna do and i said read or write and sit somewhere. he said i can take you somewhere where you can read or write and i said ok.  so we walked along the streets to somebody’s house and he said when i knock on the front door you have to hurry in the back yard and wait at the back door. so i hurried along the plashy tiny narrow alley between the house and the fence to the back yard and waited at the back door. then somebody opened the door and we were in the house. in a bedroom with a bunk bed and a tv. the somebody said watch it, the poo and the smell was touchingly disgusting. he brought me a chair and i said the poo, i’d prefer to sit in the kitchen. he said i can wipe it out real quick, no problem, sit down chill. so i sat down and he wiped the turds out the door. then he said let’s go sit in the kitchen. he turned on the stove and held his hands above the flame to warm them up. he patted me dry with his warmed up hands, took my shoes off, washed my feet, like a baby. he said i’m a good guy, i want you to have a good time. then we heard somebody entering the house in the front and he hid me in the room with the bunk bed again. i sat down on the chair and he played me some rap and i played him nina simone. he said do you trust me and i said i wanna open the door and sit by the open door. i opened the door und squatted down. it was still pouring and i watched the backyards of the hood. i smoked a cigarette and he wiped the floor again with a sweet chemical scent that almost covered the smell. then he squatted down beside me and said you are beautiful, he said i can teach you how to earn money very fast, you know, you gotta have money you know, you gotta get the money from them. sometimes there will be a rich nice dude you might like and all but you gotta remember then it’s all about the money. i let him kiss me twice on my neck and twice on my mouth, i let him touch my face and grab my waist while i watched him and he watched me. eventually it stopped pouring and we left. we passed by a bar and i said i have to go inside and he said all right.

 

 ©Dina Bashir


Tweets from Dina #3

My tired eyes

won’t see surprise

i have to weep

my name is jeep


Interview mit Djdeutschland

Interview mit:

Djdeutschland

http://intervu.de/Djdeutschland

Wer sind Sie und was machen Sie?
Ich bin Djdeutschland und ich mach auf Djdeutschland.

Welche 3 Internetseiten besuchen Sie am häufigsten?
Djdeutschland, nzz, google.

Können Sie einen Witz erzählen?
Warum kaufen Nazis keine CD’s? Weil man sie zwischen 33 und 45 nicht abspielen kann.

Würden Sie irgendetwas anders machen, wenn Sie Ihr Leben noch mal von vorn beginnen könnten?
Ja einiges.

Welches ist die peinlichste CD in ihrem Schrank?
Mir ist jede CD peinlich, weil man sie zwischen… In meinem Schrank steht nur Vinyl!

Was war Ihr peinlichstes Erlebnis?
Das Treffen mit Guido Westerwelle.

Was war Ihre erste Platte/CD?
Seasons in the sun.

In welchen Städten haben Sie bereits gewohnt?
Das geht niemanden etwas an!

Wen oder was würden Sie retten wenn Ihr Haus brennt?
Das Vinyl.

Welche ist Ihre schlechteste Charaktereigenschaft?
Ungeduld.

Was wollten Sie schon immer mal gern gefragt werden?
Ob ich Bundeskanzler werden will.

Und was antworten Sie auf diese Frage?
Ja.

Führers Geburtstag

Heute vor 121 Jahren

wurde am 20. April 1889 in Braunau am Inn, Österreich-Ungarn,
der ‘Führer’ geboren. Ein Mann, der wie kein Anderer den Lauf der Welt,
das Schicksal von Millionen von Menschen beeinflusst hat.

Sieht man heute die von Adolf Hitler angefertigten Bilder,
ist man geneigt sich zu fragen, was wohl gewesen wäre,
hätte er sich damals an der Kunstakademie zum Probezeichnen qualifizieren können.

Mitten im Zweiten Weltkrieg verglich der englische Historiker
Edward Hallett „Ted“ Carr
einmal Hitler mit Napoleon und nannte – nicht ohne Respekt – beide
gigantische Zerstörer von Altwelten, die dem Aufbau des Neuen im Wege
standen. Wer 1945 in den Trümmern Berlins und Tokios lebte, dem fiel es
schwer vorauszusehen, wie es 20 oder gar 60 Jahre später aussehen würde.

Fehlt denen, die die gegenwärtige planmäßige Zerstörung traditionsreicher,
bis gestern noch erfolgreicher Unternehmen beklagen, die Phantasie, sich die
dafür in Aussicht gestellte Zukunft vorzustellen? Ist die Schaffung von
Trümmerfeldern tatsächlich eine historische Leistung und Voraussetzung
künftigen Wohlstandes? Sind die Manager, die demontieren, um nach den Regeln
der Globalität neu zusammenzusetzen, wirklich kreative Zerstörer?

Wie der Handelnde immer gewissenlos sei, so sei er auch wissenlos; er vergisst das meiste, um eins zu tun, er ist ungerecht gegen das, was hinter ihm liegt, und kennt nur ein Recht, das Recht dessen, was werden soll.


Die Montagskolumne #87 Asche

Wie schön ist das:

Der Himmel blau die Luft ist rein,
Fluggäste schlafen in den Abfertigungshallen
und warten auf Neuigkeiten.
Europas Flugverkehr vereinigt still, am Boden.
Island verhilft uns zum zweiten Mal
nach der Finanzkrise zu einer Nachdenkpause.

Djdeutschland


Keine Freiheit am Hindukusch und auch nicht anderswo

Morgens die Meldung,

im Eilverfahren 60 gepanzerte Eagle IV
bei den Schweizern bestellen zu wollen.
Mittags dann die Gewissheit, daß auch Panzerfahrzeuge
keinen Schutz vor Angriffen mit Raketen und Panzerfäusten bieten.
Vier weitere Soldaten sterben im Eagle,
fünf werden verletzt.

Die Zahl der getöteten steigt auf 43.

Deutschland im Krieg?
Deutschland im Schock?
Nicht wirklich, die Espressomaschinen dampfen weiter,
Deutschland sucht den Superstar, Menowin Fröhlich
und Mehrzad Marashi kämpfen um ihr Leben,
Aschewolken statt Vulkanausbruch, Afghanistan ist weit weg.

Unerträglich die Politikerinnen,
Andrea Nahles spricht von einem feigen Angriff,
Merkel erinnert daran, daß unsere Freiheit am Hindukusch verteidigt wird.
Sterben tuen Männer:

Ich könnte mich bekotzen.

Dieser Krieg ist weder von der deutschen Bevölkerung,
noch vom afghanischen Volk legitimiert.
Krieg ist immer kriminell!

Nur zu Guttenberg kehrt um, um bei seinen Soldaten zu sein.
Weiss er doch, wer noch nicht getötet, oder noch schlimmer: verstümmelt ist,
ist traumatisiert.

Djdeutschland


Global Zero Brain

Auf der Atomkonferenz,

sorgt man sich besonderes darum,
daß ein schiitischer Gottesstaat in den Besitz
von Atomwaffeen gelangen könnte.
Man glaubt an die Bombe.

Deswegen haben die Gastgeber dieser ‘Gläubigen’,
die als erste und einzige Nation Hunderttausende damit vernichtet haben,
den Iran auch nicht eingeladen.

„Es muß verhindert werden,
daß Terroristen in den Besitz solcher Waffen gelangen.“

Dass ein Apartheitsstaat wie Israel, im Gegensatz zum Iran
den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet hat,
höchstwahrscheinlich im Besitz solcher Waffen ist,
ständig abseits des Menschenrechts Krieg führt
und sich für besser als den Rest der Welt hält,
beunruhigt dort keinen Menschen.
Jedenfalls nicht im Lager der ‘Gläubigen’.

Ohne Krieg, das hatte Obama ja bei der Verleihung
des Friedensnobelpreises gesagt, geht nicht.
Krieg gehört zum Menschen dazu.

Und deswegen brauchen wir den Iran.
Mit dem immer gleichem Muster wie schon seit der Kubakrise,
wird uns das Böse, der Feind, der Grund,
ein nächster Krieg vorgezeichnet.

In den Arsenalen der Militärs gibt es Tonnen
von waffenfähigem Uran und Plutonium,
für hunderte Atombomben.
Auch zivil wird weiter und weiter
spaltbares Material produziert,
das ‘sicher’ für Millionen von Jahren, nicht noch einmal
in die falschen Hände geraten darf!

Glauben wir das?

Das können nur Leute,
die an Endsieg glauben wirklich glauben!
Ich glaube nicht ‘mal an ein Endlager.

Djdeutschland


We’re not afraid

© L’Internationale Surplace


Montagskolumne #86 Brennstoff

Bild: Chrigu

„Jeder Verleger der Welt

sollte sich einmal am Tag hinsetzen, um zu beten und Steve Jobs dafür zu danken, dass er die Verlagsbranche rettet“ So Springer-Chef Döpfner vor ein paar Tagen im Fernsehinterview mit dem US-journalisten Charlie Rose. Das iPad brächte das, auf das wir alle gewartet haben. Haben wir?

Auf das ZEIT-Abonnement, das seit drei Wochen donnerstags in unserem Briefkasten liegt, haben wir jedenfalls nicht gewartet. Auch wo her es kommt, wissen wir nicht so genau – der Anruf beim Leserservice brachte in diesem Punkt keinerlei Klärung. Nur irgendwas mit: „E-Mailing“ und wirklich bekommt Mann seit Kurzem regelmäßig E-Mails von Giovanni di Lorenzo. Demnächst als Dankeschön auch eine Herrenarmbanduhr. Denn das ist ja soo total sinning und tröstet darüber hinweg, dass man zum Lesen des beschrieben Objekts gar nicht kommt vor lauter Papier, das man vorher sortieren muss, geschweige denn zu den E-Mails – und alles für 12 Euro.

Dabei hat DIE ZEIT eine wunderbare, kostenlose Online-Plattform, inklusive Giovanni-Videos in denen er erklärt, was, wieso in der neuen Ausgabe steht. Und das Abspielen von Videos soll ja bekanntlich ein Trumpf des 9,7-Zollers sein – neben den 150.000 Apps für dies uns jenes – vorrausgesetzt es ist kein Flash.

Thomas Knüwer hatte die Verleger aber schon vor einem Monat zurecht kritisch gefragt, „wieso beim Ipad mit einem Mal funktionieren soll, was sie derzeit bei Iphone-Anwendungen verhunzen. Denn egal ob Springer “Mein Klub”, “Welt”, “Bild”, “Handelsblatt” oder “FTD”: Bei allen stößt der Leser regelmäßig auf Bilderklickstrecken, die er mobil nicht anklicken kann, Verweise auf Seiten ohne Link und ähnliche Sackgassen. Ihm wird klar: Da laufen plump und ohne weitere Adaption Inhalte der Web-Seiten in die App ein. Ohne weitere Qualitätskontrolle.“

Die große Herausforderung der Verlage bestünde also allgemein darin, ihre Onlineinhalte auf die iPad-Zielgruppe respektive den technischen Gegebenheiten dieses kastrierten Tabletcomputers anzupassen. Bitte eine App, aber bitte eine, die auch klicki-bunti ist, denn schließlich will der High-Tech-Nutzer vor allem eins: mundgerechte, leicht kaubare Unterhaltung.

Ich prognostiziere zumindest der europäischen Zivilisation, dass sie sich in wenigen Jahren auf die gedruckte Zeitung zurück besinnt: Es wird wahnsinnig trendy sein, in der Öffentlichkeit mit einer Zeitung zu rascheln, statt halb apathisch auf ein fettverschmiertes Display zu glotzen. Und vielleicht wird es noch trendiger sein, sich ein Buch zu nehmen, Notizen mit einem echten Stift darin zu machen, weil es bedeutet, dass man die Zeit dazu hat.

Denn wenn sich die Verlage online zukünftig tatsächlich auf eine derart infantile Zielgruppe einschießen, Döpfer tut das natürlich zurecht, aber dann sehe ich für sie noch schwärzer, als wenn ich beim Online-Topverdiener SPON die unzähligen abkopierten, ungeprüfte und unredigierte EIL-Meldungen sehe.

…und lobe mir sogar ein ZEIT-Abo, denn nicht nur, dass es mich an Kindheits-, Jugend- und Studentenjahre erinnert. Mit der ZEIT kann man Butterbrote, Fisch oder Geschenke einpacken, man kann auf ihr Kartoffelnschälen und seine Wände streichen, Fensterputzen, Hütebasteln, Umziehen (Welche App kann das schon?). Und sie lesen, vielleicht nicht komplett, aber eine Woche lang Häppchen für Häppchen, sehr unterhaltsam.

In jedem Falle Brennstoff.


Wir wissen wo dein Fahrrad steht

Vernissage der Ausstellung:
Freitag 9. April 2010 ab 20 Uhr
Samstag-Sonntag 14-19 Uhr

Montag-Dienstag nach Vereinbarung

Hinterconti
Marktstr. 40

20357 Hamburg


Deutschland wünscht sich frohe Ostern


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