Die SPD hat eine linke Mehrheit
in diesem Land dumm verspielt.
Der Protest derer, ‘die morgens aufstehen’
und nicht nichtwählen,
hat uns die selbe Frau wieder ins Bett gelegt.
Die alte neue Bundeskanzlerin,
die selbst nur Stimmen von nicht einmal 2o%
aller Wahlberechtigten auf sich vereinigen kann.
Wer nichtwählt, bleibt stehen,
der wird eine Regierung
in diesem Land mit zu verantworten haben,
die die Notwendigkeit zu Veränderung
konsequent verneint!
Denn es ist klar,
das gemeine Volk, wird die wählen,
oder eben nicht wählen,
die ihnen am wenigsten Veränderung zumuten,
sie am meisten belügen!
Bei der Bundestagswahl 2005
hattet Ihr die Mehrheit,
bei der Europawahl 46,7 Prozent.
Nur weil ich ALLEN in den Parlamenten vertretenen Parteien auf Twitter folge, erfuhr ich bei @npd_deutschland von Ihrer Präsidentschaftskandidatur. So musste ich auch entdecken, dass sich manche Forderungen der NPD mit denen anderer Parteien decken.
Ihr Wahlvideo machte im ersten Moment den Eindruck eines Sketsches auf mich. Diese Ähnlichkeit – ist das gewollt? Es hat nur noch der Bart gefehlt. Aber ich will Ihnen nicht zu nahe treten…
Daß Sie inmitten Europas ein „reinrassiges“ Deutschland und eine Prämie für Ausländer fordern, die bereit sind, in ihre Heimatländer zurück zu kehren, ist schlichtweg dumm.
Ohne die „Fremdarbeiter“ wäre das Sozialsystem Deutschlands längst zusammen gebrochen, nicht umgekehrt! Ihre Wortschöpfung „Schult-Kult“ finde ich gelungen. Deutschland hat seine Gefangenen.
Daß Sie selbst sich und andere Sie als politisch verfolgten Sänger bezeichnen, hatte mein besonderes Interesse geweckt. Wenn es nach mir ginge, hätte ich Sie zu einem Sängerwettstreit in die St. Pauli/Hafenstraße eingeladen.
Der nationale Gedanke ist tot, es lebe die nationale Identität. Nur wer seine eigene Sprache gut spricht, kann leicht eine andere lernen. Nur wer auch andere Lieder kennt, kann anderen sein eigenes singen. Dies ist der einzige Weg, Probleme unseres einen einzigen Planeten zu lösen.
Menschen wie Ihnen und Ihren Wählern scheint eine unbändige Wut inne zu wohnen, wie auch denen, die sie gleich Faschisten bekämpfen. Ich weiß, dass Sie sich nicht ändern werden, auch wenn nur wir uns ändern, ändert sich Alles!
Lieber Markus Schreiber, Andy Grote, Köhler & von Bargen
Bezirksamtsleiters Markus Schreiber hatte geglaubt,
inzwischen sei man schon ergraut. „Ich glaube, das wird gerade ein Seniorenstift.“
Hatte er in einen Interview in der Taz
von sich gegeben.
Die geballte, bunte, hundertfache
Widerstandskraft bei der Investoren ‘Vorführung’
der Becker- und Osmani-Nachfolger Köhler & von Bargen, überraschte ihn dann doch.
Die Anwohnerinitiative NoBNQ
mit ihrer Weltklasse PR-Abteilung
ist kampferprobt und hat Frauen und Männer,
die jeden Alters in jeder Position,
auf hohem Niveau professionell spielen können.
Aber keine Angst.
Ihr müsst nicht einmarschieren,
es braucht auch keine Boden/Luftraketen,
Druckbomben und Flächenbombardements.
und in der Szene noch nicht so weit vorgedrungen,
um einen ‘Mescalero‘ unterzeichnen zu können.
„Eine sehr unstaatsgemäße Einleitung
für eine „radikal-pazifistische Absage an den Terrorismus“
Ich hätte es wohl auch nicht getan;
ich setzte mich mitte der Achtziger in Göttingen
mit einigen Freunden und Freundinnen,
für den Total-Kriegsdienstverweigerer Uli B. ein.
Der war an seinem Einberufungstag nach den Worten:
„Der rote Mann ist nicht bereit für den weißen Mann zu kämpfen“
in der Rommel-Kaserne in Osterode am Harz inhaftiert worden.
Vom ersten Tag an belagerten wir ‘das Fort’;
24 Stunden lang in Lippenstift-Kriegsbemalung,
bewaffnet mit Gitarren, Blumen, Getthoblaster
und vier fahrbaren Enten, in vier verschiedenen Farben.
Wir beschallten das Fort mit seinen Lieblingssongs
von Jefferson Airplane und Ton Steine Scherben.
und skandierten: „Eins, zwei, drei, laßt den Uli frei!“
Sie hatten für unsere Belange ein Ohr,
haben damals in der Presse Stellung für uns bezogen,
gespendet und unser Anliegen mit ihren Kontakten unterstützt!
Kurz danach zogen Sie mit Den Grünen
in den niedersächsischen Landtag ein.
Die Kaserne galt wegen des Waffenlagers
als ein mögliches Ziel der RAF;
die ein oder andere Kuh,
die in der Dunkelheit am Zaun eine falsche Bewegung machte,
hatte das schon das Leben gekostet.
Eine Wohnung über dem Kino in der Nikolaistraße
fungierte als eine Art PR-Hauptquartier, man wurde beschattet, SpuDok;
ich telefonierte des öfteren auch mit Ihnen Herr Trittin!
Es wurde ein Spendenkonto eröffnet,
Eingaben gemacht, gefaxt, geschrieben,
wir gaben Radio Bremen ein bemerkenswertes Interview,
wir baten sogar den Bundespräsident um Gnade.
Irgendwann nach Wochen
fuhr dann eine Opelsenator-Limosine mit Fähnchen vor,
mit ‘nem General drin oder so
und Uli wurde noch am selben Abend frei gelassen.
Unter dem Eindruck der Haft (2 qm Zelle) entschied er sich,
anschließend Zivildienst abzuleisten.
Sie sind bis heute Ihrer Sache treu geblieben
und haben nie, wie Weggefährte Pipeline-Fischer,
RWE-Schlauch oder ein Gazprom-Schöder après-Politik,
Ihren Arsch verkauft.
Wie Schäuble sagt: „Politik ist dicke Bretter bohren.“
Gerade im Umland von Göttingen
habe ich viele über die Jahre wirtschaftlich nachhaltig
erfolgreiche Projekte grünen Denkens zu sehen bekommen.
Ihre Lenkungswirkung als Bundesminister
in der so gescholtenenen Dosenverordung,
beim Atomausstieg und Erneuerbare-Energien-Gesetz
und ganz besonders beim Emissionshandel
findet meine größte Anerkennung!
Sie haben Maßstäbe gesetzt.
Aber wofür stehen die Grünen!
Wohnte ich noch in Ihrem Wahlkreis,
würde ich Sie Herr Trittin wählen.
Ihre Frauen in Hamburg kann ich nicht leiden.
Auch Claudia Roth, einst Managerin der ‘Scherben‘, „Ich bin nicht frei und ich kann nur wählen,
welche Mörder mir befehlen,
welche Diebe mich bestehlen“,
fordert zwar Neuwahlen im Iran
aber nicht in Afghanistan.
Oder Graf-Zahl-Ozdemir,
der gegen den Willen der Basis
als Vorzeige-Immigrant nach vorne geschoben wurde.
Gut vielleicht Renate Künast,
der aber im Hartz 4 Fernsehen auf dem Bauernhof,
keine richtigen Antworten einfallen.
Wo ist das klare Bekenntnis der Grünen
zu einer dezentralen Energiewirtschaft?
Zu Hanf, zur Änderung des Steuer- und Beamtenrechts,
negativer Einkommenssteuer, zum Grundeinkommen für Kinder,
gegen den Überwachungsstaat, gegen Krieg?
Ich habe extra für Sie das Deutschlandlied neu modifiziert,
Sie zieren sich ja immer so beim Singen.
Hier die Musik,
den Text können Sie auf der Startseite (extra Fenster öffnen)
im Laufband ablesen und dazu singen.
Ort: Cafeteria der Ganztagesschule St.Pauli, Bernhard-Nocht-Str. 12
Die Investoren werden über die geplanten Altbaumodernisierungen und die vorgesehene Neubebauung auf den Grundstücken Erichstraße 13-19, 29/35 und Bernhard-Nocht-Str. 65 – 87 ‘informieren.’ Vertreter aus Politik und Bezirksamt werden ebenfalls teilnehmen.
Unser Kommentar dazu:
Am 24.9. 2009 um 17:30 Uhr haben Politik und Investoren eine öffentliche Veranstaltung angekündigt, bewußt kurzfristig und ohne auch nur einen Bewohner oder eine Anwohnerin, eine Clubbetreiberin oder einen Kulturschaffenden oder anliegende Wohngenossenschaften mit aufs Podium zu laden. Diese Hierarchisierung der Gesprächssituation mißfällt uns sehr. Herr Osterburg hat uns über das Hamburger Abendblatt wissen lassen, er hege große Sympathien für das Engagement, wünsche sich aber konstruktive Vorschläge. Dafür müßte allerdings zunächst mal eine Gesprächsgrundlage geschaffen werden……
daß man ausgerechnet in dem Moment
die gleiche ‘erneute Holocaustleugnung’ Ahmadinedschad
aus der Tasche zieht, in dem der Goldstone-Bericht
erscheint, der Israel der Kriegsverbrechen bezichtigt?
In dem Moment, in dem Obama
Racketenabwehrpläne seines Vorgängers Bush,
auch aufgrund der veränderten Bedrohungslage
des Irans zurückzieht
und in dem US-Sonderermittler Mitchell,
aus dem Nahen Osten abreist,
ohne daß sich Israel nur einen Millimeter
in der ‘Siedlungsfrage’ bewegt hätte.
DER HOLOCAUST IST NICHT ZU LEUGNEN,
ALSO IST DER, DER ES TUT, NICHT RELEVANT!
Mahmud Ahmadinedschad, noch Präsident des Irans,
einem Land, in dem es viele Synagogen gibt,
hatte auf dem diesjährigen Jerusalem/al-Quds-Tag,
das Selbe gesagt, was er immer sagt:
„Das zionistische Besatzerregime muß Geschichte werden
und wenn der Holocaust in Europa stattgefunden hat,
warum muß das palästinensische Volk dafür bezahlen?“
Nach der vierten Genfer Konvention
ist es der Besatzungsmacht nicht gestattet,
die eigene Bevölkerung in besetzte Gebiete zu bringen.
Der Bericht des Leiters der Uno-Kommission, Richard Goldstone, einem angesehenen Juristen
und Autorität auf dem Gebiet von
Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen,
stellt in Gaza ganz klar schwere Kriegsverbrechen
gegen die palästinensische Zivilbevölkerung fest:
„Die Bevölkerung im Gazastreifen insgesamt zu treffen und zu bestrafen.“
Schon an der Art der Waffen, die zum Einsatz kamen,
wird klar, man wollte die Bevölkerung schocken
und verängstigen. ‘Shock and Awe’ Das ist Terror!
Die Integrität und Kompetenz Goldstones
kann schwer angezweifelt werden,
ihm kann man nicht unterstellen, er würde das Leid
der Palästinenser funktionalisieren,
um Antisemitismus zu schüren.
Wird der Bericht es vor den Sicherheitsrat schaffen?
Genau dies hat unter anderem Amnesty International gefordert.
Die Menschenrechtsorganisation war in eigenen Untersuchungen
zu ähnlichen Ergebnissen gekommen.
Präsident Obama wird erstmals die Sitzung
des höchsten Uno-Gremiums am 24. September leiten.
„Dann müssen Israelis und Palästinenser
gemeinsam in dem einen Staat zwischen Mittelmeer und Jordan leben,
mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten.“
Die dümmsten Bauern
haben immernoch die vollsten Milchkannen
Vor nicht allzu langer Zeit,
sorgte man noch für Verunsicherung,
durch die Meldung:
Das gestiegene Interesse der ‘fiesen Chinesen’
an europäischen Milchprodukten,
könnte zu deutlichen Preissteigerungen führen.
Eine der Forderungen der „Bauern“ war,
die Milchquoten zu erhöhen.
Mehr Milch.
Mehr verdienen.
Jetzt ist aber zuviel Milch da.
Der Markt funktioniert, reguliert, die Preise fallen.
Was kann man tun?
Man könnte weniger, bessere Milch produzieren
ober man schüttet die Milch auf seine Felder,
aber das würde kein Bauer tun.
Oder, man gibt denen nach, die meinen,
sie würden zu wenig an der Milch verdienen,
und subventioniert.
Wenn man den Markt aber so reguliert, dann funktioniert er nicht.
Das sieht man zum Beispiel in Burkina Faso,
Dort in Afrika, liefert die EU so billig subventioniertes Milchpulver,
daß noch nicht einmal im ärmsten Land der Welt
mit der Produktion von frischer Milch,
Geld verdient werden kann.
Die Bauern werden arbeitslos.
Zudem herrscht Inflation.
Fünf Löffel Zucker kosten 30 Millionen.
Dämmert es Euch?
Noch eine Bauernweisheit:
Die Schweine von Heute, sind die Schinken von Morgen.
Djdeutschland WeihenstephanWaldfruchtbuttermilchFanclub St. Pauli Süd
„Wir distanzieren uns nicht von dem Kampf gegen staatliche Repression,
und haben es uns nicht nehmen lassen, dies ein zweites Mal zum Ausdruck zu bringen.“
60 Verletzte, 130 Festnahmen!
Ab ein Uhr wird zurückgeschossen. Der Krampf geht weiter.
Text, Ton und Bild des Twitterers spani3r sind repräsentativer.
Man sollte sich von gewissen ‘Pressesprechern’ trennen,
hat man doch an exponierterer Stelle erst jüngst bewiesen, daß man hier feiern kann ohne sich klein und kurz
selbst in die Pfanne zu hauen.
die Nachrichten vom „Eklat“ beim Vorab-Symposium zur Frankfurter Buchmesse hörte, stellte ich mir spontan eine deutsche Delegation bei der Expo 2010 in Shanghai vor, wie sie reagieren würde, betrete Bernd Rössner
(RAF 2. Generation, 19 Jahre inhaftiert) unangekündigt das Rednerpult und erinnerte sie daran:
„Deutschland hat seine Gefangenen : auch Du!
Deutschland Heute hat die konditionierte psychologische Kriegführung
als eine Art Massenpsychose: Jeder hat seinen Gefangenen zu haben,
und jeder Deutsche selbst wird gejagt,
Gefangener zu werden: auch Du.“
Nicht besonders geschmeichelt, nehme ich an!
Mein vollstes Verständnis für die Empörung der offiziellen Chinesen und meine sophistische Bewunderung für Mei Zhaorongs Worte, es gehe um Meinungsaustausch und nicht darum, China in Sachen Demokratie zu belehren.
Als Juergen Boos China zum Eherngast der Buchmesse ernannte, hätte er wissen müssen, wen er sich einlädt und wieso. Der sogenannte „Eklat“ ist Programm, die chinesische Literatur ist seit 2.500 Jahren per se ein Politikum und immer das Monopol des Beamtentums, der Staatsphilosophie und derer schönsten Blüten gewesen.
Seit man kein Papier mehr für hohe Auflagen benötigt, sind in China 57 von weltweit 82 sogenannten Cyberdissidenten inhaftiert, das wußten Sie doch auch Herr Boos, als Sie China zum Gastland der Buchmesse machten, oder? Sie wußten nämlich hoffentlich, daß das „China“, das Sie zu Ihrem Partner gemacht haben, das China der Kommunistischen Partei Chinas und ihrem Literaturmonopol ist.
Selbstverständlich war das Auftreten Dai Qings eine beabsichtigte Provokation und Sie gratulieren sich jetzt wahrscheinlich zu einem Haufen demokratischer Schlagzeilen! Interkulturelle Schlagzeilen können Sie leider nicht machen! Der Eklat; Mianzi; Sie haben als Gastgeber der offiziellen Delegation das Gesicht genommen.
Die anschließenden Einlassungen der Chinesen sind mehr als entgegenkommend, schmeichelhaft und brillat zitiert Mei Zhaorong einen deutsche Weisheit, die er gelernt hat: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral!“
Denn zweitens wußte schon Kong Zi; „Unter dreien ist bestimmt einer, von dem ich lernen kann. Ich suche die guten Eigenschaften heraus und folge ihnen. Ich sehe zugleich die schlechten Eigenschaften, um es besser zu machen.“
Ich wünsche uns eine erfolgreiche Buchmesse in diesem Sinne. Frei ist sie ja per se, ein lehrhaftes Vorbild für offenen Meinungsaustausch sieht allerdings drittens auch bei den Chinesen anders aus:
Deutschland hat seine Gefangenen : auch Du!
Deutschland Heute hat die konditionierte psychologische Kriegführung
als eine Art Massenpsychose :Jeder hat seinen Gefangenen zu haben,
und jeder Deutsche selbst wird gejagt,
Gefangener zu werden: auch Du.
Beim Betrachten von Weiss’ bizarren Deutschlandbildern
wundert man sich, wie sehr die Faszination den Betrachter gefangen hält.
Man wird zum Objekt einer Mitteilung, erschrikt darüber
und fühlt sich von einer mikroskopischen Oberflächenstrucktur erfasst -
in Deutsches Gewebe eingesperrt .Eingesperrt nicht nur optisch!
Entkommen ist nicht möglich! Kein Befreier naht!
Die Liebe zu Deutschland ist von Weiss als Banner der Schmach zu spüren,
kaum zu ertragen :Deutschland lieben!
Die Endlichkeit der Toten Helden in das Grabmal Deutschland zu pinseln,
ihrem Stolz ideologischer Identität das Leben zu nehmen
ist die Vehemenz dieses Kunstaktes.
So wird der Tod zum Ausgangspunkt des Lebens ,
der synthetischen Kunstwelt
einer avantgardistischen Gradwanderung von Robbys kühnem Weg.
Die Schlachten sind geschlagen, der Krieg ist vorbei,
und Revolution kann auch verzeihen -
politischen und militärischen Geschichtsraum gewähren: Deutschland.
Deutschland als Feind eigenen Lebens in jener Zeitepoche,
wo Illigalität von denken und handeln das Handeln
und das Denken der Kunst weiss.
Zum Beispiel Anteile an einem Immobilienfond,
die ich, um Steuern zu sparen, bei meiner Sparkasse gekauft habe.
Mit der Hoffnung verbunden,
daß die Immobilien irgendwann Gewinne abwerfen
und sich meine Altersversorgung so ein wenig üppiger gestaltet.
Die Banker und ihre Vertriebe
trommeln also ein paar systemrelevante Anleger zusammen
und wenn genug Geld zusammen gekommen ist,
leiht eine Landesbank der Gesellschaft
noch mal die gleiche Summe obendrauf.
Zu einem weit über dem Leitzinssatz liegenden Zins
versteht sich, das bringt der Bank das Geld. Viel Geld.
Sogenannte Komplementäre aus der Gruppe
der Gesellschafter übernehmen die Haftung.
Sie lassen sich für ihr Risiko aus dem Gesellschaftsvermögen
entsprechend der Anlagesumme üppig entschädigen.
Aber was, wenn die Immobilien keinen Gewinn abwerfen?
Leerstand, zu hohe Mietpreiserwartungen.
Widerstand von Anwohnern oder von der Politik
erzwungene veränderte Nutzungs- oder Baubestimmungen.
Oder die Zinsen steigen, Geld wird knapp, Kreditklemme,
die Finanzierung, die Umsetzung
oder die Verwaltung des Objektes ist zu teuer.
Dann müssen die Gesellschafter nachschießen
oder das Projekt geht in den Konkurs.
Dann wird es interessant!
Die Immobilien/Liegenschaften werden am Stück weiter verkauft,
zum Beispiel an eine andere Investorengruppe
oder an einen Hedgefond,
meist für nen Butterbrot und nen Ei.
Zuerst bekommt mal die Bank
ihren Kredit plus Zinsen zurück,
der Rest wird, falls vorhanden,
an die restlichen Gesellschafter verteilt.
Die Gesellschafter sind zwar verärgert,
haben aber Steuern gespart,
somit auch keinen nennenswerten Verlust gemacht
und ziehen sich meist widerstandslos zurück.
Die Komplementäre,
in der Regel an vielen Gesellschaften beteiligt,
haben genug geschnappt und sind mit dem Verkauf
aus der Haftung raus.
Die neuen Investoren können jetzt warten,
zehn Jahre, zwanzig oder auch dreißig,
Leerstand, Brachland, billig gekauft, verursacht wenig Kosten.
Eventkünstler könnten sich derweil dort austoben,
das macht sich gut, vermeidet Verödung,
die Attraktivität wird gesteigert.
Irgendwann
wird’s Geld dafür geben. Viel Geld.
In der Zwischzeit kann man das Zeug
ja auch beleihen, für neue schöne Projekte Geld zu Geld zumachen.
Also, ihr Tausende von Leuten auf der Bezirksversammlung: das war bombastisch! Danke EUCH ALLEN, ihr wimpelaufhängenden, stromliefernden, eure Wohnungen in Propagandazwischenlager verwandelnden, die Straße zum Kochen bringenden Nachbarinnen und Nachbarn; ihr wart super! Mit soviel Wucht und Energie lässt sich die Investorenarchitektur stoppen!
No BNQ!
Das überwältigende Echo auf einen kleinen Aufruf hätte uns warnen sollen, dass hier etwas Großes, Mächtiges anrollt: wir hatten bloß nach ein paar kleinen Dingen gefragt, die wir als Preise für die Kinder anbieten wollten. Doch die zum Zweck der Schatzsammlung in der Kogge aufgestellte Kiste quoll bald über vor tollen Geschenken. Hunderte! Nachbarn brachten Schmuck, Tiere, ganze Comicsammlungen, Autos, Gimmicks… Danke Euch allen!
Dank auch Dir, ungenannt bleiben wollender Limonadenhersteller, der Du 30 Tische und Bänke gesponsort hast;
und Dir, Schwabingjugend, für Kasperle und der Miethai, mit dem du unschuldige Kinderherzen aufgeklärt hast über den Zusammenhang von Recht auf Wohnen & Bonbons, behördliche Bestechlichkeit & Miethaie, Eis & Gefängnis;
superb wart auch Ihr, Gino, und die Violine spielenden Kinder der Ganztagsschule St. Pauli, mit Eurem tränenprovozierenden Unterstützungsauftritt für die räumungsbedrohte Kogge;
und natürlich Du selbst, Rock’n'Roll Kneipe Hotel Kogge, die Du immer wieder bereit warst Dein ausgefeiltes Musikprogramm von inhaltistischen Ansagen unterbrechen zu lassen (und das an Deinem Geburtstag…);
Ihr, Graue Panther St. Pauli Nord – für die selbstironische Sofainstallation und die Wachsende Ausstellung;
Du Michaela Melian für die investorenarchitekturkritische Hüpfburg, die Du im vergangenen Jahrtausend schufst und zu Füßen des damaligen Leerstands auf dem ersten vollprivatisierten Platz Hamburgs, dem sogenannten Fleetmarkt, platziert hattest, und die nun, am Wochenende des 5.9. 2009 hunderten von Kindern Spaß gemacht hat und durch ihre bestrumpften Füße inhaltlich aktualisiert wurde;
auch Dir sei gedankt, Golden Pudel Club Hamburg, der Du generös einen Generator beschafft hast um zu demonstrieren: Investorenarchitektur, wenn wir dir den Strom abziehen, sitzt Du in der Kreditklemme!
Danke euch ungenannt bleibenden zahlreichen Spenderinnen und Spender von Getränken für den Kindertresen, euch ungenannt bleiben wollenden Nachbarinnen und Nachbarn für das elegante Planungsbüro; Danke, Märchenerzählerin im DDR-Wohnwagen; Danke vielbesuchter Infostand, Wurfstand, danke, aggressive Merchandisingabteilung, Danke, Webmaster, Danke, Erfinderin der gelben Wimpel, für Idee und Durchführung, Logistik, Regie, Gesamtüberblick;
Danke dir, VOKÜ;
danke auch Euch, Ihr als Bäume verkleidete VorwerkstiftbesetzerInnen,
und Euch erst Recht, ihr als schöne alte Häuser verkleidete GängeviertelbesetzerInnen die ihr den als BNQ und Empire verkleideten AnrainerInnen übel zugesetzt habt;
Dir, Rock’n'Wrestling für ein Superposter,
vor allem aber Dir, Bühnencrew, für eine powervolle Bühne mit dem schönsten Licht je auf einem Strassenfest;
Dir Manuel Muerte (wäre man abergläubisch, würde man sagen: jetzt kann nichts mehr schief gehen, denn mit Dir begann auch Park Fiction 3) und Dir Nixe: für unvergleichliches Atmosphäreschaffen und Bezugherstellen;
insbesondere Dir, arbeitslos gebliebener Erste Hilfe Mann für die 45 jährige live-Version von Teenage Kicks um 3:30;
Dir, Straßenabsperrer; Dir, Obstgemüse spendender Ökoladen, Dir, anonymer Würstchengriller, Dir, mitten im Gewühle an Wodka Orange Versorgung Denkende; Dir, Bäcker einer vorzüglichen Orangentorte – ein Traum, Dir, Harry’s Hamburger Hafenbazar, Dir Sailor’s Inn – ihr habt super mitgespielt,
Danke dir Mieter Helfen Mieter Anwalt, Danke Euch, Zirkuskinder der GWA, Dir, wohlorganisierter und profitabler Getränkestand, Dir Störtebeker Musikzentrum, für Backup, Vermittlung und Bar; Dir, Gruppe 25 Jahre Hafenstraße, für die Ausstellung 50 Jahre Widerstand,
euch, Bands von der Ahoi-Bühne, Kosmo Koslowski, They want a Flughafen, 56 Boys, Motorfader, Gladbeck City Bombing, Johnny Blackheart & the Eliminators, St. Pauli Perlen;
dann aber auch Euch, Neighborettes, für einen extrem kraftvollen Auftritt und die Drohung wenn ihr hier baut, burnen wir the house down;
und, last but not least, euch, liebe sehr verehrte Nachbarn Die Goldenen Zitronen, die Ihr nicht nur ein Wahnsinnskonzert gegeben habt sondern auch noch genau gegenüber der Stelle, an der alles Anfing vor einem Vierteljahrhundert, womit wir hier abschließen und daran erinnern wollen, dass hier, in dieser Strasse, schonmal Barrikaden standen und erfolgreich verteidigt wurden.
Soweit muss es nicht kommen, liebe sehr verehrte Politiker und Investoren, lernen sie doch mal dazu, und setzen Sie sich in Bewegung – sonst tun wir’s für Sie. Oder dachten Sie ernsthaft, sie könnten so eine Nummer durchziehen in einer Straße in der wir wohnen?
Also: Danke St. Pauli – weiter so!
Eure Interessengemeinschaft No BNQ
PS: Das Bernhard Nocht Quartier ist noch nicht gestoppt – wir treffen uns jeden 2. Montag – das nächste mal am 21. September in der Ganztagsschule St. Pauli, Bernhard Nocht Strasse, 19 Uhr.
Aber ich hasse Frauen, die Männerfußball moderieren,
im Sportstudio oder in Sportschauen Fragen stellen wie:
„Wie fühlst du dich jetzt Jogi, wie geht es dir damit Lukas.“
Und dieses Quicken: „Was für ein Oberkörper!“
Ich finde es obszön, wenn Moderatorinnen versuchen,
den Kampf zwischen Männern zu kommentieren,
und dieses Nachschwatzen, es gäbe Schwächen in der Abwehr,
der oder der habe einen Fehler gemacht.
Was wollt ihr uns erzählen?
Habt ihr jemals im Strafraum gestanden
- es geht um Millionen, um Alles,
das Testosteron spritzt bis an die Decke
und zu hören bekommen:
„Deine Schwester ist eine Hure, sie treibt es mit jedem“,
und kriegt gleichzetig was in die Knochen getreten?
Ihr kennt einen wie Berti Vogts,
allenfalls als Stefan Raabs
dümmlichen Song Bördi, Bördi.
Den Weltmeister von ’74,
den Terrier, der als Verteidiger
’74 für seine Fairness ausgezeichnet wurde
und als Nationaltrainer 1996 den letzten
internationalen Titel für uns geholt hat.
Frauen können nicht besser sein als Männer, Frauen können nur besser sein als Frauen!
Moderiert eure Art zu spielen!
Das Spiel von Weltmeisterinnen,
die sensationell, mit sensationellen Toren
von Rekord-Nationalspielerin Birgit Prinz (20., 76.),
(in 198 Länderspielen, 125 Treffer)
Melanie Behringer (22.), Kim Kulig (50.)
und Torschützenkönigin Inka Grings (62., 73.),
mit der höchsten Tordifferenz
in der Geschichte des Frauenfußballs
zum fünften Mal in Folge, daß siebte Mal
Europameisterinnen geworden sind!
In 26 EM-Spielen hintereinander ungeschlagen!
bei Ihrem Amtsantritt
hatte ich mich noch gefreut:
Dieses dumme Gequatsche,
Frauen würden es bei gleicher Bezahlung
nicht in Führungspositionen schaffen,
könnte endlich aufhören.
Ein eloquenter Augur
brachte es für mich auf den Punkt:
„Es hat sich als ein Glücksfall erwiesen,
daß ein Historiker während der Wiedervereinigung Kanzler war,
es ein Jurist bei der Durchsetzung
der Arbeitsmarktreformen und
es könnte sich als ein Glücksfall erweisen,
daß eine Physikerin die große Koalition anführt.“
Mir hatte besonders Ihr testosteronfreies Regieren
auf europäischer Ebene gefallen.
In Ihrer gestrigen Regierungserklärung
rechtfertigen sie als Kanzlerin eines Landes,
das sich für zwei Weltkriege, für den Holocaust*, für millionenfachen Tod
verantwortlich fühlt, das ‘Brandopfer’ in Afghanistan.
Einen Krieg, der weder international
noch durch das afghanische Volk selbst
demokratisch legitimiert ist.
Sie wissen,
daß bei diesem bestialischen Anschlag
unter deutschem Kommando
Menschen, Mütter, Väter und Kinder
verbrannt worden sind.
Trotzdem rechtfertigten Sie, kinderlos und empathiefrei,
auch den hundertfachen Bombenmord an hilflosen Kindern
in völkerrechtswidrig besetzten Gebieten.
Sie, die mit Hilfe der Dienste
via Satellit bei dieser menschenverachtenden
‘Wahlkampfveranstaltung’ zuschauen konnten!
Sie nennen solche Verbrechen legitime Selbstverteidigung
und befeuerten zur Ablenkung des Publikums
wochenlang die Gazetten
mit der ‘Brandopferleugnung’ eines 85 jährigen Verwirrten
und Sie belehrten den Papst.
Wären Sie Kanzlerin
während des zweiten Golfkriegs gewesen,
hätten wir schon an diesem verbrecherischen Angriffskrieg
gegen den Irak teilgenommen.
Sie umarmten sogar den Terroristen George Bush,
der dieses Kriegsverbrechen zu verantworten hat.
Mit dem Historiker Kohl
hätte es niemals auch nur
eine Bombardierung Belgrads gegeben!
„Sozial ist was Arbeit schafft“,
ist mit Abstand das Dümmste, was Sie jemals nachgequatscht haben.
Sie haben bis jetzt nichts
gegen die Energiemachtmonopole unternommen,
die uns betrügen, uns entmachten, Energie zu teuer besorgen,
nicht einsparen wollen, verlustreich transportieren
und eine vernünftige Entwicklung
unseres Landes und damit Arbeitsplätze
konsequent verhindern.
Sie bezeichnen als Physikerin schon lange bekannte
Wahrheiten des politischen Gegners in der Energiepolitik
als unrealistisch, aber eine sichere Endlagerung des Atommülls
über den Zeitraum von Millionen Jahren als realistisch.
Sie sind als ehemalige Bundesumweltministerin
maßgeblich für die haarsträubenden Verhältnisse
im Zwischenlager Asse verantwortlich!
Aber in adenauerischer Tradition der C-Partei
statt als Physikerin betonen Sie:
„Keine Experimente“
Aber die größten Verbrecher
feiern schon ‘Wiedergeburtstag’ bei Ihnen im Kanzleramt!
Man muß nur immer mit Krise,
Mangel und Terror drohen,
schon wählen die Schafe ihre Schlächter.
Ihre neueste wahlkämpferische Äußerung,
durch den Beginn Ihrer Kanzlerinnenschaft
seien die Arbeitslosenzahlen deutlich gefallen,
ist Ihnen aber sichtlich peinlich.
Das ‘Weiterso’ einer rechten,
schwarzgelben Regierung,
die die vielfältige linke Mehrheit
in diesem Land ignoriert,
die im Interesse ihrer Klientel
eine vernünftige Umsteuerung
in der Energie-, Wirtschafts-, Finanz-
und Arbeitsmarktpolitik
weiter verhindert, kann sich nicht auszahlen.
Sie muß verhindert werden!
Und noch was:
Wer Andere auffordert,
sich mit seiner ehemaligen DDR-Vergangenheit auseinanderzusetzen,
sollte dieses zunächst selber tun!
Djdeutschland
*hol‧o‧caust [hɔləkɔːst] Langenscheidts Wörterbuch Englisch:
Massenvernichtung f; Brandopfer n
Ho|lo|caust[hɔləkɔ:st] Duden 24. Auflage
Tötung einer großen Zahl von Menschen.
Opfer der Entscheidung
eines deutschen Schreibtischtäters.
Im Einsatzführungskommando
der Bundeswehr in Potsdam
sitzen fünf Bürokraten
für einen Soldaten im Kampfeinsatz.
Krieg ist immer ein Verbrechen.
Wer sich an Kriegshandlungen beteiligt, macht sich
immer des Kriegsverbrechens schuldig!
Wer Tanklastzüge
umringt von menschlichen Zielen
aus der Luft bombardieren lässt,
ist ein Kriegsverbrecher!
Wer Geld verdient
mit der Produktion
und dem Handel
von Waffen, mit Krieg,
wie Deutschland,
beteiligt sich weltweit an Kriegshandlungen,
macht sich weltweiter
Verbrechen schuldig.
„Nie wieder Krieg, nie wieder Gewalt!
Von deutschem Boden
muss in Zukunft
immer Frieden ausgehen
- das ist das Ziel unserer Gemeinsamkeit!“
Bundeskanzler Helmut Kohl,
„…was die geschichtliche Stunde jetzt möglich macht.“ Dresden, 19.12.1989
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