Irritation und Verwirrung

Archive for März, 2009

Die Montagskolumne # 41 Tiefenrausch

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Alle hacken auf Mehdorn rum,
statt auf Tiefensee

dabei hat der Bahnchef einen guten Job gemacht,
gemäß seines Auftrags die Bahn zu privatisieren,
ein korruptionsfreies, top Logistikunternehmen
und Verkehrsmittel daraus zu machen,
das Gewinne abwirft.

Die schweigende Mehrheit geht auf die Straße,
fühlt sich von den Bankern falsch beraten.
Mahnwachen vor den Filialen der Citibank.
Volk und Kanzlerin regen sich über die popligen Millionenboni auf,
die die Banker jetzt bekommen
und auch dringend brauchen,
können sie sich doch nirgendwo mehr blicken lassen.

Gefährlich sind aber die Auftraggeber, die Retter,
die mit MillionenMilliarden-Rettungsschirmen
retten wollen, was nicht zu retten ist.
Wir können so nämlich nicht mehr weiter machen.

Aber keine Angst,
euer Geld ist noch da,
es hat nur den Besitzer gewechselt.


Folter

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Bild: Matthieu Lavanchy & James Thom

Der in der US
Tageszeitung
„Washington Post“

veröffentlichte Geheimbericht des Internationalen Roten Kreuzes,
scheint zu belegen, wovon man schon lange ausgehen konnte:
Es wurde gefoltert und zwar unter Beihilfe mehrerer europäischer Staaten.

Schläge, Schlafraub, Kälte und Hitzeschocks
lautes, teilweise wochenlanges Abspielen von Musik,
bis hin zum sogenannten „Waterboarding“.

Die zunächst von ‘Planespottern’
registrierten und dokumentierten Flugbewegungen der CIA
und der im Sommer vorgelegte Bericht des EU Sonderermittlers Dick Marty, mündeten im Fall KHALED EL-MASRI bereits in Haftbefehle gegen CIA Mitarbeiter.

Eine für die Union einheitliche Struktur
und Rechtspersönlichkeit wird immer dringlicher.
Ein EU-Verfassungsvertrags muß endlich rechtsverbindlich werden
und darf nicht irgendwelchen nationalistischen Interessen zum Opfer fallen.

Dazu muß besser kommuniziert werden,
die Bevölkerung muß mitgenommen werden.
Wer von uns weiß schon, was im Maastricht, Nizza,
oder im Vertrag von Lissabon steht.


Gentrifizierung

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Traum eines Scheidungsvaters

 

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Neulich

lief eine Diskussionssendung
im Zusammenhang mit dem neuen Unterhaltsgesetz im Radio,
einer vom Väteraufbruch war auch dabei,
aber der kam mit seinem Anliegen nicht wirklich durch.
Daß man das Ganze auch anders sehen könnte.

Daß sich kulturell etwas geändert hat
und sich nicht nur die „Muttis“
sondern auch die Väter kümmern wollen,
anstatt nur „weggebissen“ zu werden,
wurde von den Müttern in der Überzahl verlacht.

So blieb man beim Thema.
Nur noch drei Jahre Unterhalt, Härtefall.
Trotz Kinder kein Karriereknick,
Selbtverwirklichung durch staatliche Kinderbetreuung.

Als Pappa, der seine Kinder nur selten sieht
und sie jeden Tag vermisst frage ich mich:
Wie kann man überhaupt ohne Kinder Karriere machen.
Wie ohne sie aufwachsen zu sehen,
wie ohne bei ihnen zu sein,

ein normales Leben als Vater leben?

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Männer muss man loben – auch den DJ!

Denn wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen!


Die Montagskolumne # 40 Billion

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Eine Billion Euro,

bestehend aus 500-€-Scheinen,
aufeinandergestapelt,
hätte eine Höhe von etwa 210 Kilometern.
Da fragt man sich doch, wozu noch
das Bankgeheimnis abschaffen.

Während sich das Publikum noch über
ein paar lumpige hundert Millionen Boni aufregt,
pumpt die amerikanische Notenbank
1ooo ooo ooo ooo in den Markt.

Nicht per Notenpresse, aber per Knopfdruck,
virtuell wandert durch den Amokkauf von Wertpapieren
frisches Geld auf die Konten der Banken.

Apropos drucken.
Attac hat eine täuschend echte Nachbildung der Zeit
mit Datum 1. Mai 2010 gedruckt und hunderttausend Mal kostenlos verteilteit.
Zusätzlich wurde Zeit online bis ins Detail nachempfunden.
Darin wird das Ende des Kasinokapitalismus proklamiert und
die Verstaatlichung der einen oder anderen Bank bestätigt.
Die Idee ist nicht neu,
gleiches wurde schon mit der New York Times gemacht.

Wozu der Aufwand?
Warum habt ihr nicht Geld gedruckt?
Zum Beispiel eine Billion;
durch achtzig Millionen Bundesbürger, wäre

12.500 für jeden!

 

DjDeutschland


Internationale Surplace

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The war comes soon

 

                                             _


Die Montagskolumne # 39 I’don’t like Mondays

Um mit dem Vorurteil aufzuräumen,
nur Jungen würden Amok laufen.

 

Am 29. Januar 1979 erschoss Brenda Ann Spencer
mit einem halbautomatischen Gewehr Kaliber 22, welches
sie von ihrem Vater zu Weihnachten bekommen hatte,
ab 8.30 Uhr aus ihrem Schlafzimmerfenster
auf dem gegenüberliegenden Schulhof der
Grover Cleveland Elementary School in San Diego
zwei Personen und verletzte neun weitere.

Sie war zu diesem Zeitpunkt 16 Jahre alt.
Die Schießerei dauerte über sechs Stunden,
währenddessen wurde sie von Journalisten angerufen.

Ihr Ausspruch „I don’t like Mondays. This livens up the day.“
der die Grundlosigkeit des Massakers unterstrich
und weltweit für Aufmerksamkeit sorgte,
inspirierte die irische Popgruppe The Boomtown Rats
zu ihrem größten Hit.


Konjunkturprogramm

      Mangel
an einsatzfähigen
Hubschraubern
für EU-Missionen
wird jetzt dazu führen,
daß alte russische Hubschrauber
hergeschraubt werden.04_bild_gallery_11

Der größte europäische

Luft-, Raumfahrt- und Rüstungskonzern EADS
hat im Geschäftsjahr 2008 seinen Umsatz um 8% gesteigert. Mit Hubschraubern!

„Wenn ein Hubschrauber in der Lage ist, in Europa zu fliegen,
ist er noch lange nicht dafür geeignet, in Afrika oder Afghanistan zu fliegen.“

Die Europäische Verteidigungsagentur (EVA)
plant einen Militärtransporthubschrauber,
der für die Militäreinsätze der EU von Afrika bis Afghanistan benötigt wird.
Die Produktion soll auf 120 Maschinen verdoppelt werden,
so könne sich die zwei Milliarden Euro teure Entwicklung besser auszahlen.
Notwendig ist ein leistungsstarkes Triebwerk
und ein elektronischer Schutzschild gegen Raketenangriffe.

Das Bundesverteidigungsministerium plant die Anschaffung von 40,
Frankreich hat einen Bedarf von 20 Hubschraubern angemeldet.
Die ersten der 32 bis 35 Tonnen schweren Hubschrauber sollen
2018 oder 2020 einsetzbar seien.

Das klingt nach Konjunkturprogramm.

Denn wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen -
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.
Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird ein bisschen Krieg gemacht.

(Verfasser Unbekannt)


Earth & Fire – Weekend

       Ze heeft
       een ongelooflijk lekker
       kontje zeg
       in da pakje! 

 

(weiterlesen…)


Wir schießen ihnen den Weg frei

Wir wundern uns
tatsächlich darüber,
daß unsere Kinder,
die nichts “bitterer und schärfer”
trifft als Ungerechtigkeit,
wie das jüngste Beispiel zeigt,
Amoklaufen.

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Die Kanzlerin, die noch vor Wochen das Gemetzel im Gazastreifen aus Gründen der Staatsräson mit hunderten verstümmelter und getöteter Kinder guthieß,
kondoliert jetzt in die Kameras.

Jetzt geht es tatsächlich
wieder von vorne los;

in Presse, Funk und Fernsehen
treten sich die Experten
gegenseitig auf die Füße.

Verschärfung der Waffengesetze, Verbot von Killerspielen und jede Menge Phsychologen.

Was jedoch in der Welt geschieht,
ist ein permanentes Killerspiel,

der Verstoß gegen jegliches freiheitlich-demokratische Prinzip – und schlimmer;

es geschieht in dessen Namen! 

Es wird gebomt, geschossen, geprügelt und gefoltert.
Es wird geschlachtet
und vorher “demokratisch” darüber beraten, wer das Schwein tötet, wer es ausbluten lässt, wer es zu Wurst metzgert…

Ich kann euer Geheuchel und eure Doppelmoral nicht mehr ertragen.


Die Montagskolumne # 38 Systemrelevanz

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Bist Du Systemrelevant?

Ganz klar: ja! Solange Du Geld ausgibst.
Und solltest Du ein sinnloser Harz Empfänger sein,
der mit seinen Rosinen im Kopf (noch) kein Geld verdient
und sich von Hartweizen ernährt.
Du trägst die Steuern mit jeder Dose Bier 19% Mehrwert,
der Rest fließt in die Wohnwirtschaft.
Das Geld ist nicht verbrannt, um das ein für allemal klar zu stellen,
es wechselt nur den Besitzer!

Ganz anders das Kölner Stadtarchiv,
die Jecken hatten gerade die Pappnasen abjesetzt,
da wurde ‘in de Tiefe jerissen’, was tausend Jahre ‘uffjehoben’
werden sollte, inklusive der ‘Sekrete’ des Papstes.
Die Unfallstelle eignet sich optisch allenfalls
noch als Gazastreifengedenkstätte.

Wir sollten uns gerade jetzt Leute aus Gaza holen -
die können Tunnel bauen,
die selbst modernsten Waffensystemen standhalten,
wenn dort Srengstoff lagert.
Was in Köln – Gott sei Dank – nicht der Fall war,
da Katholiken Sprengstoff in Nordirland lagern.

Auf der CeBIT weckten nur die
‘Comlpete HiRes Video Solutions’
von Mobotix und ihre Hemispheric Kamera unser Interesse,
mit der eine weltweit flächendeckende Überwachung der Menschenrechte,
plus dazugehörender Tiefenschärfe in greifbare Nähe rückt.

Den Rest der Zeit verbrachten wir mit der Nachbereitung
der Expo und Ihrer Gebäude.

Dj grüßt DJunior und DJack


Hundert Tage, fünfzig Staaten * Commonwealth of Pennsylvania

pennsylvania1Der kürzlich verstorbene Schriftsteller 
John Updike

wurde in Pennsylvania, genauer in Reading, geboren. Brewer, das Updike seiner Heimatstadt Reading nachgezeichnet hat, ist Schauplatz seiner erfolgreichen Rabbit-Pentalogie. Man bekommt beim Lesen nicht gerade Lust auf das amerikanische Kleinstadtleben, aber am Anfang, als Harry Rabbit Angstrom nachts mit dem Wagen abhaut, nicht weiß, wohin, bekommt man Lust auf die sanfte, waldige Landschaft. Dort taucht in Updikes Beschreibung natürlich auch eine Kutsche samt Quaker auf, die PA während der Kolonialzeit zu ihrem Spitznamen ‘Quaker-State’ verholfen haben. Fast ein Drittel der Bevölkerung Pennsylvanias ist deutscher Abstammung – und auch das findet man bei Updike wieder; nämlich bei Rabbits Ehefrau ‘Tschäniß’ (Janice) und ihren Eltern. Und auch Jack, der  Pastor der Familie und Rabbits engster Vertrauter in Rabbit, Run entspringt der Realität mehr als nur zufällig, denn er ist  Methodist und die  Mothodisten-Kirche ist nach der katholischen die zweitstärkste Religionsgemeinschaft in dem Bundesstaat.

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Allein es fehlen in Updikes Romanen die berühmte Eisenbahn sowie  Ureinwohner Penns. Da waren die Irokesen und die von Europäern ausgerotteten Susquehannock – Volk des matschigen Flusses. Ansonsten genügt eventuell die Lektüre Udikes Romane, um sich ein Bild vom Keystone-State zu machen…

 
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Virtue, Liberty and Independence!

Janice für Djdeutschland


Carola Deye und Marie Rotkopf

ENTZUENDUNG

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Eroeffnung: Freitag 06. Maerz 2009, 20:00

Lesung / Konzert 21:00

Ausstellung 07.15. Maerz 2009
Oeffnungszeiten nach Vereinbarung

Herzliche Einladung von Julia Pfeiffer und Roseline Rannoch

ENTZUENDUNG

ist Aufeinandertreffen
Reibung zwischen zwei Koerpern
(das ist aber Sex, sagt Carola Deye)
zwei Klassen
(ein Bauernhof in Niedersachsen und eine Passage in Paris).

Carola Deye setzt sich mit laendlichen,
volkstuemlichen Motiven auseinander.
Holz ist fuer sie Ausdruck einer provinziellen,
baeuerlichen Dumpfheit,
die gleichzeitig zu einer malerischen visuellen Form fuehrt
und zur kontemplativen Betrachtung anregt.

Fuer Marie Rotkopf ist es ein Material, das gut brennt.
Sie sieht eine Art von Klassenkampf hinter solchen Vorstellungen.
Die Leinwand dient als Kulisse, der Vorhang wird gehoben,
und dahinter verbirgt sich das Gleiche in Gruen.

So wie die Bilder und die Texte von Marie Rotkopf
stellt er das Absurde oder die fiese Banalisierung und Nivellierung
von politischen Bedeutungen in der Gesellschaft dar.
Der Vorhang hebt sich ueber einer Taeuschung,
die das Konzept der ewigen Wiederkehr der Geschichte bestaetigt.

Die Beschaeftigung Carola Deyes mit Natur,
Provinz, mit dem Gruen und Braun
sind fuer Marie Rotkopf bildhafte Begriffe,
Klischees als Wahrheiten, eine Attitude,
um die eigene soziale Herkunft zu verschleiern
und damit zu transzendieren.

Sie schaut mit einem soziologischen und politischen Auge
(dem dritten, nicht dem von Bataille oder dem des Zyklopen).
Die Bildersymbolik verraet unsere Referenzen.
Das Auge betrachtet sie als Vakuum.
Es bleibt die Essenz dieser Begegnung:

Alles ist politisch
solange es Benzin gibt.


Gaza Reloaded

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Nachfrage
nach Immobilen
in Gaza steigt.

 

Nicht irgend jemand hat mal wieder,
scheiß’ auf Sicherheitsrat, scheiß’ auf internationales Recht,
einen ganzen Landstrich weg gebombt.
Die Infrastruktur muß wieder aufgebaut werden,
Elend macht sich breit, das stärkt die Radikalen.

Also Geberkonferenz.

Nur wem soll man die MillionenMilliarden geben?
Nicht einmal schweizerischen Bänkern jüdischen Glaubens
kann man so viel Knete wirklich noch anvertrauen.

Der Autonomiebehörde?
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Die EU hatte schon mal
‘ne geile Autonomiebehörde für Arafat hochgezogen,
Helmut Kohl hatte sogar schon die Pässe für die Palestinenser bezahlt.
Doch Arafat hat genervt und Ariel alles wieder kaputt gebombt,
während Arafat drinsaß, in seiner Autonomiebehörde.

Daß die Hamas die Wahlen in den
Autonomiegebieten haushoch gewonnen 
und sich gegen die korrupte Fatah  
- die ihre Pfründe nicht verlieren 
und auch noch mit Hilfe Ägyptens putschen wollte - 
behauptet hatte, war zu viel der Demokratie.

Sämtliche Vergünstigungen gestrichen.
Doch der Versuch, die Hamas zu isolieren,
auszubluten oder auszulöschen, ist fehlgeschlagen.
Nach der ‘Bleispritze’ ist sie stärker denn je,
Abbas geschwächt.

Die Tunnellösung

Wird die Belagerung Gazas nun aufgegeben,
gibt es die drei Staaten Lösung?
Oder wird mit der 5-Milliarden-Geldspritze
der achtzig Geberländer
ein zweispuriger Versöhnungstunnel gebaut,
der über eine Welthauptstadt Jerusalem
den Gazastreifen mit dem Westjordanland verbindet?

DjDeutschland


Wunsch, Wille, Wahrheit, Wirklichkeit



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